Community Conversations: Audrey Watters on the Early Momentum of Edtech [video]

Okay, das Gespräch ist schon zu Ende, als ich dachte, dass es gerade anfängt. Aber wer schon in den 1990er Jahren mit Computer-based Training zu tun hatte, kann vielleicht etwas mitschmunzeln. In jedem Fall ist es eine schöne Erinnerung an „Teaching Machines: The History of Personalized Learning„, das Buch, das Audrey Watters letztes Jahr publiziert hat.
Audrey Watters und John O’Brien, EDUCAUSE, 28. Januar 2022

10 Missverständnisse in der EdTech-„Pädagogik“

Die Botschaft dieser kurzen, pointierten Klageschrift von Philippe Wampfler: EdTech-Unternehmen folgen ihrer eigenen, marktgetriebenen Logik. Und die verläuft meist quer zu den Zielen und Anforderungen an ein offenes, pluralistisches Bildungssystem. Die wichtigsten Kritikpunkte: haltlose Versprechen, Datensammelwut, Zerstückelung von Lernprozessen, Gamifizierung des Lernens („EdTech-Pädagogik“), Profitinteressen.

Der Autor (und seine Mitautoren) ist nicht gegen EdTech per se, sondern plädiert dafür, dass sich EdTech kosequent den Schulinteressen unterordnet: „Damit digitale Lern- und Lehrangebote gut wirken können, müssen Lernende bei ihrer Nutzung durch Fachpersonen begleitet werden — wie man sie an Schulen findet. Sie brauchen Routinen und ausgebildete Lehrpersonen, die sie didaktisch und pädagogisch begleiten. Zudem brauchen Schüler*innen gute Infrastruktur: Räume, Geräte, Internetanbindung.“

Viele dieser „EdTech-Missverständnisse“ finden wir nicht nur im Schulkontext, sondern auch in anderen Zusammenhängen wieder. Von daher lohnt die Lektüre.
Philippe Wampfler, Blog, 16. Januar 2022

Bildquelle: Marvin Meyer (Unsplash)

Digitales Lernen. Deutschland sucht den Anschluss

Ich weiß ja nicht, ob mehr EdTech aus Deutschland Lernen oder Bildung besser machen oder Bildungschancen fairer verteilen oder … Sei es drum: Fakt ist, dass es einen internationalen Markt für digitale Bildung gibt, auf dem Deutschland nicht mitspielt. Selbst hierzulande ist die Zahl der Start-ups im Bildungsbereich überschaubar. Es gibt eine Handvoll, die der Artikel aufzählt. Babbel, Sofatutor und Simpleclub sind sicher die prominentesten. Die Rahmenbedingungen in Deutschland, erläutert Ulrich Schmid vom mmb Institut, sind schwierig, Bildung in den Augen vieler eine öffentliche Aufgabe.

Schließlich: “Ein Großteil der weltweiten privaten Kapitalinvestitionen im Bildungsbereich ging in den vergangenen Jahren in Angebote, die klassische Bildungsinstitutionen tendenziell ersetzen, das heißt in Apps oder Bildungsplattformen, die eigenständiges, autonomes Lernen jenseits von Institutionen und traditionellen Lehr- und Lernsettings ermöglichen”, so Experte Schmid vom mmb-Institut.”
Lilli Hiltscher, tagesschau.de, 26. September 2021

Bildquelle: Compare Fibre (Unsplash)

Social robots for 21st century skills: The new EdTech frontier?

Nun haben wir in den letzten Monaten viele Möglichkeiten, online zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten, ausprobiert und diskutiert. Das Potenzial dieser Möglichkeiten haben wir sicher noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft. Welche Lücken sollen also “social robots” jetzt schließen? In den Projekten von Jürgen Handke aus Marburg zum Beispiel wurden sie vor Ort und in der Lehre eingesetzt. In diesem Artikel wird vor allem die Studierende angesprochen, “sitting alone, in front of a computer screen, learning by herself”. Was ihr fehlt, ist soziale Interaktion, und hier kommen jetzt Social Robots als “teaching assistants” zur Hilfe. Kurz: Ich finde die hier beschriebene Entwicklung interessant, aber man darf schon den Einsatzkontext etwas genauer beschreiben oder man lässt Beispiele sprechen.

Hier eines der wenigen konkreten Einsatzbeispiele, die im Beitrag erwähnt werden: “My current work focuses on what I consider to be one of the most important 21st century skills: ‘collaboration’. I have already been able to show that post-secondary students can learn when a social robot facilitates small group discussions, and I am now exploring how robots can encourage young children and adolescents, ages 6-18, to collaborate with one another.”
Goren Gordon, BOLD – Blog on Learning & Development, 8. Juli 2021

Bildquelle: Wikimedia (Mary Mark Ockerbloom, CC BY-SA 4.0)

Viel Geld für Wachstumsfantasien im E-Learning-Markt

Degreed, Masterplan, Articulate. In diese Unternehmen sind jüngst große Summen investiert worden, berichtet Gudrun Porath in ihrer Kolumne. Handelt es sich dabei um routinemäßige Bewegungen auf dem internationalen Bildungsmarkt? Zeigen die Investments, dass E-Learning im Zeichen der Corona-Krise boomt? Reagiert das Kapital jetzt auf den Ruf nach verstärkten Reskilling-/ Upskilling-Aktivitäten? Oder … ?
Gudrun Porath, Haufe.de, 7. Juli 2021

Bildquelle: Markus Winkler (Unsplash)

Bildungsschock

„Bildungsschock. Lernen, Politik und Architektur in den 1960er und 1970er Jahren“ ist (war) eine Ausstellung, die im Haus der Kulturen der Welt in Berlin vom 27. Mai bis 11. Juli 2021 stattfindet (stattfand). Ich hätte sie sehr gerne besucht, habe aber erst kürzlich davon erfahren (via Markus Deimann) und kann jetzt nur noch die Ressourcen im Web verlinken.

Aus der Einleitung: „1957 brachte die Sowjetunion einen Satelliten in die Erdumlaufbahn und gewann so die erste Etappe im „Wettlauf ins All“. Der Westen reagierte auf den „Sputnik-Schock“ mit einer nie dagewesenen Bildungsoffensive, die bald die gesellschaftliche Debatte beherrschte. Bildungsschock blickt auf die Jahrzehnte nach dem Sputnik-Schock, in denen Bildung im globalen Maßstab expandierte. …“

Zur Bildungsoffensive nach dem Sputnik-Schock gehörte auch der verstärkte Einsatz von Bildungstechnologien wie zum Beispiel die berühmten Sprachlabore. In einem Video der Veranstalter ist im Blick zurück von der Automatisierung der Bildung die Rede, von ihrer Systematisierung, aber auch von ihrer Individualisierung (!). Ich bin sicher, dass uns das Verständnis dieser Jahrzehnte helfen kann, die Zukunft digitaler Bildung bzw. Bildung in einer digitalisierten Gesellschaft besser zu verstehen.
Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 27. Mai bis 11. Juli 2021

Bildquelle: Haus der Kulturen der Welt

Stichwort „EdTech“

Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden widmet sich dem Thema „EdTech“ („Gute Ed-Tech. Gute Bildung?“). Offen zugänglich ist eine kurze begriffliche Bestimmung des Stichworts von Isabell Grundschober. Dort erinnert sie daran, dass jede bewusste Auseinandersetzung mit dem Handeln in Lehr- und Lernprozessen „bildungstechnologisches Handeln“ darstellt. Und sie verweist darauf, dass der bildungstechnologische Fortschritt immer auch die Rollen und Aufgaben der am Bildungsprozess Beteiligten verändert. Schließlich:

„Was ist also EdTech? Bildungstechnologie als Wissenschaft und (ethische) Praxis orientiert sich nicht allein am Einsatz von ikt in der Bildung, sondern daran, wie diese didaktisch so ausgerichtet und eingesetzt wird, dass Lernprozesse unterstützt werden und die Lernenden ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen in konkreten Situationen besser einsetzen können.“
Isabell Grundschober, weiter bilden, 2/ 2021

Virtual working as the new online learning

Was genau meint Martin Weller? Nun, er fragt, warum wir seit dem letzten Jahr zwar ins Homeoffice gewechselt sind, aber unsere Arbeitsroutinen einfach im virtuellen Raum (Zoom, Teams) nachgebaut haben. Und warum wir nicht von den Diskussionen und Erfahrungen profitieren wollen, die mit Online-Learning gewonnen wurden.

„But I’d propose that those of us loosely in ed tech might want to talk with the people in HR or senior management and consider what are the abstracted principles from online learning that can be applied to virtual working. It may be that the online working pivot may turn out to be more impactful in higher education than the online learning pivot.“
Martin Weller, The Ed Techie, 10. Juni 2021

The Long and Surprising History of ‘Teaching Machines’

Ein Buch, das diesen Sommer ganz oben auf meiner Lektüre-Liste steht, ist „Teaching Machines: The History of Personalized Learning“ von Audrey Watters. In ihrem Blog „Hack Education“ beschäftigt sie sich ja seit Jahren kritisch mit der Entwicklung von EdTech, und ich habe sie hier schon viele Male verlinkt. EdTech, daran erinnert sie immer wieder, beginnt nicht mit E-Learning, Lernplattformen, MOOCs und KI. Denn da gibt es zum Beispiel B.F. Skinner, seine „Teaching machines“ aus den 1950er Jahren und den Behaviorism. Skinner nimmt wohl auch im neuen Buch einen prominenten Platz ein.

Der vorliegende Beitrag gehört zu einer Episode des „EdSurge Podcast“, in dem Audrey Watters selbst zu Wort kommt. Zwei Punkte aus der Zusammenfassung des Gesprächs halte ich hier fest, weil sie wichtig zum Verständnis der Perspektive sind, die die Autorin verfolgt:

„Since the beginning, she adds, there has been a contradiction between the promise of making learning more personalized and the reality that teaching machines often required a higher level of standardization.“

„But Watters worries that by design, the machines limited what students would learn.“
Jeffrey R. Young, EdSurge, 15. Juni 2021 

Who is your EdTech icon?

It may be the weekend, but the challenge goes on. On the June 12th we’re asking “who is your EdTech icon?

I’ll be honest, I’d want to question the use of the word icon here, but ultimately I want to talk about three people who have influenced or changed my perception of learning, education, technology, and the fairness of how we view learning and students (of all ages). These ‘icons’, if you want, are:

Sir Ken Robinson – From the moment I watched his influential TEDTalk, ‘Do Schools Kill Creativity’, I found the ability within me to question something. I questioned whether school had bee right for me. I know Sir Ken’s approach and posited statements of creativity in schools has come under fire in recent years but for me., reflecting on my own time at school and university, school was not where I did my best learning. I never felt comfortable or ‘at home’ in school, something always felt out of place … it was me. I didn’t fit in the 30 kids to a class, 5 rows of 6 desks, all facing a single desk which the teacher sat behind and bestowed his or her knowledge to me.

Professor Stephen Heppell – Seeing Professor Heppell speak at Learning Without Frontiers in 2012 was another eye-opening moment for me. the manner in which he presented from his Macbook desktop – no presentation, per se, and definitely no Powerpoint. Yet the apparent random photos and videos he shared eventually worked a narrative and purpose that was so very clever and insightful. The real ‘icon’ status for me was a talk he gave at Bournemouth University to my peers on my PG Cert, and the numerous conversations we’d have in the queue for the Uni Costa Coffee. So very helpful, insightful, willing to listen and learn from everyone he comes into contact with, not just imparting his countless experiences and ideas. At one point I was hoping to work with Stephen with his school for all ages (Portland Academy) near Weymouth, and Mumology degree. Sadly, that wasn’t to happen, but I am forever hopeful!

Professor Steve Wheeler – Another twitter hero moment with Steve, and someone I have come to consider a friend since our first meeting. I was invited to Dundee for the 2011 eAssessment Scotland conference, and the top billing was Stephen and Donald Clarke. Attending the private dinner the first night for speakers I spent time with both Steve, Don, David Walker, Sue Beckingham, and more, and during the event, we talked more. I was also lucky enough to share a taxi back to Edinburgh airport with both Steve and Donald, and engaged with them both on many varied conversations of EdTech and learning … but also left them to it to continue some arguments themselves, clearly far too over-my-head to take part in, but a fantastic experience nonetheless. Since then we’ve met many times, not least another invite, this time to Steve’s own PELeCON conference in Plymouth!

PS. I did not get to meet Sir Ken Robinson. But I wish I had.

Let me be clear, there are many others in my network I consider iconic, and I wish I could list them/you all here. The list is so very long, but I thank you all!! For those interested in some of these individuals, they have contributed to two of my self-published books – #EdtechBook and #EdTechRations – as well as my Twitter and LinkedIn updates.

  • This is Day 12 the 30-day JuneEdTechChallenge. Follow the challenge on my JuneEdTechChallenge blog tag and on Twitter using the #JuneEdTechChallenge hashtag. And write your own entries too. The list of challenges is as follows:

Photo credits: Paul Hudson