Was kann Künstliche Intelligenz (K.I.) im Zusammenhang mit OER leisten?

Natürlich kann KI auch helfen, um OER im Netz zu finden, also Materialien, die mit entsprechenden Lizenzen gekennzeichnet sind, um die Anfertigung von Übersetzungen zu automatisieren oder um die weitere Personalisierung von Lernumgebungen zu unterstützen. Also alles Möglichkeiten, die auch jenseits von OER diskutiert werden, wenn es um das Lehren und Lernen in digitalen Zusammenhängen geht. Der Artikel nennt dann noch zwei aktuelle Projekte zum Einsatz von KI und verlinkt auf Beispiele.
Gabi Fahrenkrog, OERinfo, 9. August 2019

Bildquelle: Annett Zobel (OERinfo, CC0)

Zusammenfassender Überblick zum OERcamp in Lübeck

Am 13. und 14. Juni 2019 hat ja das OERcamp an der TH Lübeck stattgefunden. Nele Hirsch hat zusammengestellt, was in den zwei Tagen passiert ist. Ihre Kapitel lauten: „Was beim #OERcamp alles weiternutzbar geteilt wurde …“, „Was beim OERcamp gemacht und geplant wurde …“ und „Wozu beim OERcamp diskutiert und gelernt wurde …“ Sehr ausführlich und mit hilfreichen Kommentaren! Und mit dem abschließenden Hinweis, unter dem Hashtag „#TIL“ (= Today I Learned) den Ball selbst aufzunehmen.
Nele Hirsch, ebildungslabor.de, 15. Juni 2019

Bildquelle: https://www.oercamp.de

„Open Educational Practices sind viel mehr als nur der Einsatz von Open Educational Resources“

Eine zentrale Botschaft dieses Interviews steht im Titel. Es geht darum, Open Educational Practices, also offene Bildungspraktiken, weiter zu denken und nicht ausschließlich und unmittelbar an den Einsatz von frei lizensierten Bildungsmaterialien zu knüpfen. Kerstin Mayrberger, Professorin für Lehren und Lernen an der Hochschule an der Universität Hamburg:

„Bei offenen und partizipativen Lehr- und Lernformen, und das bedeutet Open Education Practices letztendlich, geht es im Kern um Demokratiebildung. Lernende machen die Erfahrung, dass es nicht die eine richtige Antwort auf eine Frage gibt, sondern dass man sich gemeinsam über eine Lösung verständigen kann. Und dass es Fragen gibt, die zum kritischen Denken anregen und ein kreatives Problemlösen provozieren. Lehrende und Lernende begeben sich in eine Struktur, in der Inhalte und Lösungen gemeinsam erarbeitet werden.“
Schumann, Interview mit Kerstin Mayrberger, bildungsserver blog, 13. Mai 2019

Warum Bildung in der digitalen Welt offen, digital und partizipativ sein muss

Markus Deimann hat sich mit einer Keynote am Tag der Lehre an der DHBW Karlsruhe beteiligt. Das große Thema „offene Bildung“ hat er in seinem Vortrag auf drei Etappen heruntergebrochen: vom Startpunkt (MIT’s OpenCourseWare 2001) geht es über den MOOC-Hype (2011ff.) zum „#Neu_Start: Bildung in der digitalen Welt“. Ein kleines Readme sowie die Medien zum Vortrag stehen online.
Markus Deimann, markusmind.thoughts about education and technology, 29. März 2019

Bildquelle: MIT OpenCourseWare, https://ocw.mit.edu/about

Für freie Lehrmaterialien – Markus Deimann im Interview

Markus Deimann, Bildungswissenschaftler an der FernUniversität Hagen, steht hier Rede und Antwort. Von der Frage, was Open Educational Resources (OER) eigentlich sind, bis zur konkreten Nutzung durch Lehrende. Auch die Förderung von OER in Deutschland ist ein Thema und die Frage, ob und wie sich hierzulande OER durchsetzen kann.

Die Schwierigkeiten von OER, und auch die gibt es, beginnen für Markus Deimann beim Begriff: „Open Educational Ressources klingt sperrig und technisch. Da gibt es einen Mismatch zwischen dem unhandlichen Begriff und der eigentlich guten Idee. OER sind Teil einer Kultur des Teilens. Da sind viele dafür, aber mit dem Begriff kann man nichts anfangen.“
Robert Meyer, Interview mit Markus Deimann, Netzpiloten Magazin, 6. März 2019

Open Educational Resources – eine Notwendigkeit für die digital gestützte Hochschullehre

Ja, warum sind freie Bildungsressourcen für die
Hochschule von morgen eine Notwendigkeit? Da ist vor allem, so die AutorInnen, die „Urheberrechtsproblematik“. Und, damit zusammenhängend, viele weitere Möglichkeiten des Austauschs, der Anpassung, überhaupt der kreativen, didaktischen Nutzung von Bildungsmaterialien, denen heute Grenzen gesetzt sind. Ein kurzer einführender Text mit einer nützlichen Liste „Beispiele zu OER“.
Martin Ebner und Sandra Schön, in: Marlene Miglbauer, Lene Kieberl & Stefan Schmid (Hrsg.): Hochschule digital.innovativ | #digiPH. Tagungsband zur 1. Online-Tagung, Graz 2018 (via Academia.edu) 

Bildquelle: Verein Forum neue Medien in der Lehre Austria

Offene Bildungsmaterialien als Weg zu medienpädagogischer Kompetenz für Erwachsenenbildner/innen

Es geht um die Medienkompetenz und die medienpädagogische Kompetenz, die Lehrende in der Erwachsenenbildung heute benötigen. Der Artikel stellt Zusammenhänge dar und verweist auf aktuelle Förderprojekte wie MEKWEP, die sich dem Thema widmen. Aber vor allem wird daran erinnert, dass gerade die Verwendung und die Entwicklung offener Bildungsmaterialien (OER) einen hervorragenden Praxisfall in Sachen Medienkompetenz bietet.
Jan Koschorreck, EPALE – E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa, 31. Juli 2018

Öffentliche Bibliothek als Bildungsplattform – OER für Lernteams in der Stadtbibliothek Köln

Die Bibliothek als Lernort, das ist jetzt eigentlich noch keine Nachricht. Aber es geht um Online-Kurse und um Menschen, die sich zum Lernen und zum Austausch über eben diese Kurse in der Bibliothek verabreden. Okay, Stand heute können sie sich nur in der Stadtbibliothek Köln verabreden. Aber das wird hoffentlich nicht lange so bleiben.

„Bei der re:publica 2018 stellten Philipp Schmidt vom MIT Media Lab und Bettina Scheurer von der Stadtbibliothek Köln in der Session „Fanclub Öffentliche Bibliotheken“ gemeinsam die Idee der Learning Circles in Öffentlichen Bibliotheken vor, die auf dem Konzept der von Philipp Schmidt gegründeten P2P-University basiert. Die Stadtbibliothek Köln bietet inzwischen eine Adaption des Konzeptes für „Lernteams“ innerhalb der Bibliothek an. Im Interview mit OERinfo sprechen sie über die Umsetzung von Lernen in „Lernteams“ in der Stadtbibliothek Köln.“
OERinfo – Informationsstelle OER, YouTube, 28. Juli 2018

Bildquelle: re:publica 2018

7 Things You Should Know About Open Education: Practices

Ich habe diese EDUCAUSE-Serie etwas aus den Augen verloren, aber es gibt sie noch. Hier wird im bewährten Format auf zwei Seiten erklärt, was hinter „open educational practices“ (OEP) steckt. Wichtige Stichworte sind: „a commitment to learner-driven education“ und „new approaches to co-creating knowledge“. Aber es gibt natürlich auch eine Definition:

OEP, das bedeutet „the use/reuse/creation of OER and collaborative, pedagogical practices employing social and participatory technologies for interaction, peer-learning, knowledge creation and sharing, and empowerment of learners”.

Im gleichen Format ist übrigens auch „7 Things You Should Know About Open Education: Content“ erschienen (via Feierabendbier).
Cable Green u.a., EDUCAUSE Learning Initiative (ELI), 12. Juli 2018

Open Educational Resources (OER): Eine Hilfestellung für digitales Lehren und Lernen

„In der beruflichen Weiterbildung ist das Thema bislang wenig bekannt“, schreiben die Herausgeber einleitend. Der Leitfaden (54 S.) soll diese Lücke schließen. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Wikimedia Deutschland. Die einzelnen Kapitel geben einen Überblick über OER, das Urheberrecht, freie Lizenzen sowie den praktischen Umgang mit OER. Empfehlenswert ist das Kapitel „OER für die eigene Arbeit nutzen“, das die verschiedenen Vorteile von OER vorstellt. Abschließend wird noch eine Reihe von weiterführenden Quellen genannt, wie die Informationsstelle OER oder wb-web.
Nele Hirsch, Christina Rupprecht und John H. Weitzmann, DIHK und Wikimedia Deutschland, 2. Aufl., Juni 2018 (pdf)