En passant die Trends aus der Weiterbildung entdecken

“Wie Sie Social Media nutzen können, um sich über Weiterbildungstrends auf dem Laufenden zu halten”, so leitet Lutz Goertz (mmb Institut) diese kurze Arbeitshilfe ein. Sie enthält einige Kriterien und konkrete, nützliche Tipps zum Einsatz von Twitter und Xing, versucht allerdings nicht, diese Anmerkungen mit etwas zu verknüpfen, was ich “Persönliches Wissensmanagement” nenne. Dazu würde gehören, das “auf dem Laufenden zu halten” in einen weiteren Zusammenhang von Wissensarbeit und Vernetzung zu stellen.
Lutz Goertz, wb-web/ Blog, 4. Mai 2017

Technik oder Kultur zuerst – das ist im Wissensmanagement die Frage

Simon Dückert besucht in diesen Tagen den Deutschen Fußball-Bund (DFB), um über das Wissens- und Qualitätsmanagement des DFB und die Frage “Technik oder Kultur zuerst?” zu sprechen. Das Gespräch, so der Plan, wird eine neue Folge der Podcast-Reihe “Knowledge On Air”. Ein Aufhänger des Treffens bildet übrigens die Entstehung der neuen DFB-Akademie in Frankfurt (die, das nur am Rande, genug Stoff für viele Podcast-Folgen bieten würde, s. “Pferdelobby gegen DFB”, SZ v. 02.01.2017).

Mit der Frage “Technik oder Kultur zuerst?” ist für Simon eine Reihe von Projekten, Themen, Denklinien und Stichworten fest verknüpft. Diese Verbindungen, dem DFB sei Dank, hat er jetzt für sich (und für uns) einmal sortiert. Wegmarken sind u.a. der adidas Learning Campus, die Lernende Organisation als sozio-technisches System und die Rolle von Tools in der Lernenden Organisation. Auch wenn mich bei der Eingangsfrage das “oder” etwas irritiert: Lesenswert und mit vielen Links!
Simon Dückert, Cogneon Akademie, 26. Februar 2017

Technik oder Kultur zuerst – das ist im Wissensmanagement die Frage

Simon Dückert besucht in diesen Tagen den Deutschen Fußball-Bund (DFB), um über das Wissens- und Qualitätsmanagement des DFB und die Frage “Technik oder Kultur zuerst?” zu sprechen. Das Gespräch, so der Plan, wird eine neue Folge der Podcast-Reihe “Knowledge On Air”. Ein Aufhänger des Treffens bildet übrigens die Entstehung der neuen DFB-Akademie in Frankfurt (die, das nur am Rande, genug Stoff für viele Podcast-Folgen bieten würde, s. “Pferdelobby gegen DFB”, SZ v. 02.01.2017).

Mit der Frage “Technik oder Kultur zuerst?” ist für Simon eine Reihe von Projekten, Themen, Denklinien und Stichworten fest verknüpft. Diese Verbindungen, dem DFB sei Dank, hat er jetzt für sich (und für uns) einmal sortiert. Wegmarken sind u.a. der adidas Learning Campus, die Lernende Organisation als sozio-technisches System und die Rolle von Tools in der Lernenden Organisation. Auch wenn mich bei der Eingangsfrage das “oder” etwas irritiert: Lesenswert und mit vielen Links!
Simon Dückert, Cogneon Akademie, 26. Februar 2017

A better approach to mentoring at work

“Working Out Loud” (WOL) wird gerne als ein Weg beschrieben, um die Zusammenarbeit im Unternehmen, um Offenheit, Transparenz und Austausch zu fördern und vielleicht, ganz nebenbei, dem Umgang mit Social Media und Social-Networking-Plattformen etwas Schwung zu geben. John Stepper baut hier aber noch eine weitere Brücke: Wäre WOL nicht eine passende Methode, um den bekannten Mentoring-Konzepten (von peer-to-peer bis reverse mentoring) etwas Form und Struktur zu geben?
John Stepper, Working Out Loud, 15. Februar 2017

Wissensmanagement – MOOC 2016 ist zu Ende

Da ich den Wissensmanagement-MOOC von Gabriele Vollmar und Dirk Liesch hier etwas stiefmütterlich behandelt habe, will ich wenigstens auf den kurzen Artikel im aktuellen GfWM-Newsletter hinweisen, der einige Eckdaten zusammenfasst und auf Ressourcen hinweist, die auch über das Ende dieses Kurses allen zur Verfügung stehen. Wie zum Beispiel diese Präsentationen (u.a. von BSH Hausgeräte und Festo).

“Mit den Video-Praxisbeispielen zum Wissensmanagement aus Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen sowie zum persönlichen Wissensmanagement ist hierbei ein wahrer Schatz konkreter Lösungen und damit vieler Anregungen entstanden, der nun öffentlich über Youtube mit einer freien „CC-BY“ Lizenz zur Verfügung steht.”
Gabriele Vollmar und Dirk Liesch, GfWM-Newsletter, 1/2017, S. 10/11

M2P025 Wissensmanagement 2.0 bei Swisscom

Martin Geisenhainer (Swisscom) berichtet in diesem Podcast über den Einsatz der Plattform “Ask the Brain” beim Schweizer Telekommunikations-Unternehmen. Gelebte Wissensmanagement-Praxis: Jede/r kann Fragen stellen, jede/r kann antworten, man kann bewerten, kommentieren und sich ein Profil als “Experte” erwerben. Seit drei Jahren gibt es die Lösung, und bis heute sind 12.000 der 20.000 Mitarbeiter mindestens einmal aktiv im System gewesen. Im Rahmen dieser kurzweiligen Fallgeschichte, wie immer souverän moderiert von Simon Dückert, werden Fragen der Erfolgsmessung, der Struktur und Systematik sowie zur Experten-Rolle angesprochen. Der Podcast entstand übrigens im Rahmen einer Session auf dem KnowledgeCamp in Berlin.
Simon Dückert (u.a.) im Gespräch mit Martin Geisenhainer, Cogneon Akademie, 25. November 2016

Coffee Talks: How To Brew Knowledge Share Culture In Your Company

“It’s Friday afternoon: Do you know where your coworkers are?
If they’re Trello employees, since August 2016 the answer has likely been: at Coffee Talks. Coffee Talks (name inspired by MailChimp) are a Friday afternoon event where Trellists share their specialist knowledge about Trello the app or Trello the company with each other in the form of thirty minute to one hour presentations.”

Vielleicht ist das Format Coffee Talks nicht so ungewöhnlich. Aber Trello, das Unternehmen mit der Software fürs Projektmanagement 2.0, ist es, also fängt man an zu lesen. Was ins Auge springt: Das Mitarbeiterwachstum bei Trello sowie die Tatsache, dass mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter “remote” arbeiten. Das macht Knowledge Sharing zum Thema. Bei Trello bedeutet das, dass die Coffee Talks zwar irgendwie vor Ort stattfinden, aber mit den Medien, Tools und Plattformen (natürlich auch Trello!), die heute zur Verfügung stehen. Interessant und inspirierend.
Emily Chapman, Trello/ Across the Boards, 15. November 2016

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Erfahrungswissen beim Mitarbeiter- oder Unternehmerwechsel transferieren

Ein kurzes Kapitel klassisches Wissensmanagement. Ein Mitarbeiter verlässt das Unternehmen, ein anderer übernimmt seine Aufgaben. Ein “professionell geführtes strukturiertes Interview mit anschließender Dokumentation” kann helfen, die Erfahrungen, das implizite Wissen des ausscheidenden Mitarbeiters, zu erfassen. Dadurch verkürzen sich Einarbeitungen. Nebenbei wird der Blick für die internen Prozesse hinter den Kulissen geschärft. Und im günstigsten Fall entsteht noch mehr, eine Verabschiedungskultur, “deren Wertschätzung auch mithelfen kann, den kontinuierlichen Wissensaustausch im Team zu fördern.”

Ich sage hier ganz bewusst “klassisches Wissensmanagement”, weil zwar darauf hingewiesen wird, dass es eine Menge anderer Methoden gibt, “um Wissen (auch implizites) auf mehrere Köpfe zu verteilen”. Von Kollaborationsplattformen (Enterprise Social Networks), netzgestützten Communities oder Working Out Loud ist jedoch nicht einmal am Rande die Rede …
Steffen Doberstein und Klemens Keindl, Community of Knowledge, 26. Oktober 2016

Nuts and Bolts: Working Out Loud: What’s In It for Organizations?

Neben John Stepper ist es vor allem Jane Bozarth, die sich die Arbeit mit und über “Working Out Loud” auf die Fahnen geschrieben hat. Traditonelle Methoden des Wissensmanagements sind aus ihrer Sicht zu bürokratisch und (oft) lebensfern. “Narrating work, showing work, or working out loud”, so schreibt sie einleitend, “helps us capture not just what gets done but how things get done.” Dann zählt sie auf, welche Vorteile WOL Organisationen brinen kann:

“- Increased efficiencies …
- Preserving institutional knowledge …
- Improving public perception and awareness of work and effort …
- Reducing space between leaders and others …”

Jane Bozarth, Learning Solutions Magazine, 6. September 2016

Wissenstransfer in Firmen: Teilen macht klüger

Ein interessanter Artikel, der die Ergebnisse einer Befragung von 600 Führungskräften darstellt. Folgende Punkte habe ich mir notiert:

- Erfahrungswissen ist nicht gleich Erfahrungswissen: Unternehmen müssen immer wieder bestimmen, welche Erfahrungen weitergegeben werden sollen (und welche nicht).
- Es gibt personenzentrierte und faktenorientierte Methoden des Wissenstransfers: Erstere werden geschätzt, Letztere praktiziert.
- Komplexere Methoden (z.B. Online-Netzwerke oder Communities of Practices) werden nur von einer Minderheit angewandt.
- Führungskräfte stellen laut eigener Auskunft viel Raum und Zeit für den Erfahrungsaustausch bereit. Doch eine systematische Verankerung (Anreizsysteme) oder Evaluation wird nur aus einer Minderheit der befragten Unternehmen zurückgemeldet.

Kurz: Zwischen Theorie und Praxis klafft eine große Lücke. (via Christoph Schmitt)
Stefan Mair, Handelszeitung, 1. August 2016