openSAP – The Numbers Behind the Courses

Auf der Webseite heißt es: „Seit 2013 bietet openSAP kostenlose MOOCs (Massive Open Online Courses) für alle an, die daran interessiert sind, sich zu den neuesten Innovationen der SAP auszubilden und zu lernen wie man im digitalen Zeitalter besteht.“ Clemens Link hat jetzt in einem Beitrag einige Daten zur Nutzung von openSAP veröffentlicht. Wir erfahren zum Beispiel, dass im Mai 2019 über 820.000 Lernende auf openSAP angemeldet waren. Er präsentiert aber darüber hinaus auch Überlegungen zur MOOC-Statistik, etwa zur Frage, auf welche Nutzergruppe sich die berühmten „completion levels“ beziehen sollen: auf alle, die sich für einen Kurs angemeldet haben (aber nie den Kurs gestartet haben), oder nur auf die aktiven Nutzer oder … Dieser Teil ist dann eher für den inneren Kern der MOOC-Community.
Clemens Link, SAP Community Blogs, 20. Juni 2019    

4 Takeaways from EMOOCs 2019

Laurie Pickard war auf der EMOOCs 2019 in Neapel und hat ihre Eindrücke festgehalten. Man muss nicht groß zwischen den Zeilen lesen, um zu erfahren, dass sie eigentlich keine Nachrichten zu erzählen hat. Übereinstimmende Botschaften in den Keynotes („striking similarities among the addresses“), eine gemeinsame Vision („scaled online learning“), ähnliche Geschäftsmodelle („MOOC platforms have also converged on a common business model“) und dann noch die Tatsache, dass sich die Anbieter unter einem Label versammeln, das sie sich selbst schon lange nicht mehr zuschreiben.

„Already, the term “MOOC” seems a bit quaint. Most MOOCs are no longer massive or open. None of what we call MOOC platforms refer to themselves in those terms. Only the regional platforms (e.g. ThaiMOOC, FUN MOOC) do that. Is it time to move on from MOOCs in favor of the next thing?“
Laurie Pickard, Class Central MOOC Report, 12. Juni 2019

The End of the Line for iTunes U?

Seit 2007 haben Hochschulen weltweit Kurse und Kursmaterialien auf  iTunes U veröffentlicht. Manche behaupten sogar, dass die Plattform damit ein Vorbote der Massive Open Online Courses (MOOCs) war. Im Fahrwasser von iTunes droht jetzt auch iTunes U das Ende. Der Artikel präsentiert einige Hintergrundinformationen zur Nutzung und versammelt Stimmen von betroffenen Hochschulen. Fürs Protokoll. 
Lindsay McKenzie,  Inside Higher Ed, 12. Juni 2019

Bildquelle: Apple

Moving From 5% to 85% Completion Rates for Online Courses

Die hohen Zahlen der Kursabbrecher sind ein Thema, solange es MOOCs gibt. Wie aber kommt man zu einer Abschlussquote von 85 Prozent? Nun, die einfachste, wenig überraschende Antwort lautet: Der Kurs muss etwas kosten. Aber es gibt weitere Stellhebel. Sieben, meist nützliche, listet der Artikel auf (inklusive der Option „Preisticket“):

1. Make students put skin in the game. …
2. Avoid on-demand learning and instead impose deadlines. …
3. Combine synchronous and asynchronous learning. …
4. Use the power of peer pressure. …
5. Make students feel seen. …
6. Don’t be afraid to dangle prize money or other incentives at the end of a course. …
7. Design assignments that help adult learners complete projects for work. …
Amy Ahearn, EdSurge, 6. Juni 2019

Bildquelle: Jon Tyson (Unsplash)

Moving From 5% to 85% Completion Rates for Online Courses

Die hohen Zahlen der Kursabbrecher sind ein Thema, solange es MOOCs gibt. Wie aber kommt man zu einer Abschlussquote von 85 Prozent? Nun, die einfachste, wenig überraschende Antwort lautet: Der Kurs muss etwas kosten. Aber es gibt weitere Stellhebel. Sieben, meist nützliche, listet der Artikel auf (inklusive der Option „Preisticket“):

1. Make students put skin in the game. …
2. Avoid on-demand learning and instead impose deadlines. …
3. Combine synchronous and asynchronous learning. …
4. Use the power of peer pressure. …
5. Make students feel seen. …
6. Don’t be afraid to dangle prize money or other incentives at the end of a course. …
7. Design assignments that help adult learners complete projects for work. …
Amy Ahearn, EdSurge, 6. Juni 2019

Bildquelle: Jon Tyson (Unsplash)

Education in 2030

Eine sehr interessante Studie (61 S.), die die Experten von Holon IQ („a global education intelligence platform“) hier vorgelegen! Im Mittelpunkt stehen fünf Bildungs-Szenarien, die 2030 möglich sind: „education as usual“, „global giants“, „regional rising“, „peer-to-peer“ und „robo revolution“. Sie stellen unterschiedliche Kombinationen einzelner Treiber dar (Globalisierung, Bevölkerungswachstum, Wirtschaft, Zukunft der Arbeit usw.) und werden ausführlich beschrieben.

  • Education-as-Usual. Traditional education institutions remain the trusted source of learning and the most effective vehicle for jobs and prosperity. Higher education consolidates, global talent platforms emerge and government remains the core source of funding around the world.
  • Regional Rising. Regional alliances dominate the competitive education landscape, supported by strategic and political cooperation. Cooperative blended delivery and regional talent hubs cross-load labor supply and demand strengthen regions.
  • Global Giants. This global free market environment has fostered the emergence of „mega-organizations“ with ubiquitous brand recognition and the scale to achieve significant efficiences and industry power.
  • Peer-to-Peer. Learning online through rich, personalized human to human experiences dominates the post-secondary and skills training sectors. Blockchain technology fundamentally reconfigures credentialing and unlocks the collective creativity and IP of teachers.
  • Robo Revolution. AI drives a complete reversal in „who leads learning“, with virtual tutors and mentors structuring learning paths, providing assessment tasks, giving feedback, adjusting according to progress and organizing human tutoring when needed.“

Dafür haben die Experten Informationen „top down“ – zum Beispiel aus Studien von World Bank und OECD – und „bottom up“ – gewonnen aus Artikeln, Blogposts, Kommentaren und weiteren Quellen – ausgewertet. Neben den Szenarien werden in einzelnen Kapiteln „global drivers“ und „global learning & teaching“ beschrieben und mit Schaubildern visualisiert. So gibt es zum Beispiel kurze Schlaglichter zum LMS und zu MOOCs.
Holon IQ, 6. Juni 2019

 

eduTrends: Alternative Credentials

Einen guten Überblick über die neuen Währungen, die sich auf dem Bildungsmarkt breit machen, haben die Experten des Observatory of Educational Innovation aus Monterrey hier zusammengetragen (50 S.). Systematisch skizzieren sie zuerst die gesellschaftlichen Treiber („Vierte Industrielle Revolution“) und den daraus resultierenden neuen Blick auf Bildung und Lernen („from a four-year degree to a lifelong education“). Anschließend führen sie uns in den MOOC-Markt, mit etwas Geschichte und kurzen Profilen der großen Anbieter.

Das Herzstück dieser Studie bildet das Kapitel „What are Alternative Cedentials?“ „Alternative credentials refer tothe competencies, skills, andlearning outcomes derived from assessment-based, non-degree activities and align to specif ic and timely needs in the workplace.“ (S. 24)

Die folgende Klassifikation umfasst drei Kategorien: 1) Labor Market Training and Credentialing, 2) MOOCs and Other Online Microcredentials, 3) Competency-Based Education Programs.

Es folgen Beispiele (vor allem) amerikanischer Hochschulen, die auf dem Markt alternativer Zertifikate bereits aktiv sind, sowie einiger Unternehmen wie IBM, die die Badge-Plattform von Acclaim einsetzen. Dann das obligatorische Kapitel über die Bedeutung der Blockchain sowie ein abwägender Ausblick. Ein ausführliches Literaturverzeichnis. Lesenswert.

„Education institutions with the ability to adapt to this new reality will stand out when faced with the imminent transformation of the world of training. The growing supply of alternative credentials must not be seen as a threat to traditional degrees; on the contrary, we hope that this transformation contributes to the evolution of degree programs and to remove access barriers. Traditional degrees and alternative credentials may and will have to coexist and learn from each other, strengthening learning opportunities for society.“ (S. 45)
Observatory of Educational Innovation,  Tecnológico de Monterrey, Mai 2019

„Unser Bildungssystem ist richtig scheiße digitalisiert“

Ein EdTech-Startup („Polarstern Education“) wird vorgestellt, obwohl ich nicht so richtig erkennen kann, was die Lösung des jungen Unternehmens auszeichnet. Vielleicht ist es der Umstand, dass man sich auf den schwierigen, weil nicht finanzstarken Hochschulmarkt konzentriert und mit der Plattform Open edX punkten kann. An einer selbstbewusst vorgetragenen Analyse des Bildungssystems mangelt es jedenfalls nicht. Aber kritische Rückfragen werden im Beitrag auch nicht gestellt, im Vordergrund steht die Starthilfe. Nicht das schlechteste Motiv, wenn einem die EdTech-Szene hierzulande am Herzen liegt.
Mareike Knoke, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 24. Mai 2019

„Unser Bildungssystem ist richtig scheiße digitalisiert“

Ein EdTech-Startup („Polarstern Education“) wird vorgestellt, obwohl ich nicht so richtig erkennen kann, was die Lösung des jungen Unternehmens auszeichnet. Vielleicht ist es der Umstand, dass man sich auf den schwierigen, weil nicht finanzstarken Hochschulmarkt konzentriert und mit der Plattform Open edX punkten kann. An einer selbstbewusst vorgetragenen Analyse des Bildungssystems mangelt es jedenfalls nicht. Aber kritische Rückfragen werden im Beitrag auch nicht gestellt, im Vordergrund steht die Starthilfe. Nicht das schlechteste Motiv, wenn einem die EdTech-Szene hierzulande am Herzen liegt.
Mareike Knoke, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 24. Mai 2019