Facebook Partners with Coursera to Launch Social Media Marketing Professional Certificate

Ist das die oder eine Zukunft der Weiterbildung? Courseras CEO, Jeff Maggioncalda, schreibt: „Today, we’re excited to announce a new Social Media Marketing Professional Certificate from Facebook – our newest industry partner. The certificate is designed for learners without a college degree or any prior experience to become ready for social media marketing jobs within a few months.“

Der Kurs ersetzt sicher keine fundierte Ausbildung, wie wir sie kennen. Wenn ich es richtig sehe, beginnt der Kurs am 20. September und soll in 20 Wochen enden. Selbstorganisiertes Lernen, zwischen zwei und fünf Stunden in der Woche. „Upon completion, learners will receive an industry-recognized certificate that they can use to apply for entry-level social media marketing roles.“

Der Kurs bzw. das Zertifikat haben auch ihren Preis, doch den konnte ich ohne Anmeldung nicht sehen. 1.500 Interessierte sollen sich bereits angemeldet haben. Ein schnelles, marktnahes Angebot mit einem sicher überschaubaren Investment.
Jeff Maggioncalda, Coursera Blog, 15. September 2020 

MOOCs and online degrees continue to grow worldwide

Der Artikel ist eine Zusammenfassung von verschiedenen Berichten, die jüngst auf Class Central erschienen sind und die MOOC-Nutzung der letzten Monate protokollieren. Von daher springe ich gleich zur Einschätzung von Tony Bates. Doch einen schlüssigen Reim auf das wieder erwachte Interesse an MOOCs kann er sich trotz Corona nicht machen. „Nevertheless, the concept of open (if not free) online learning is showing it has staying power, and has proved particularly valuable during the Covid-19 crisis.“
Tony Bates, Online Learning and Distance Education Research, 8. September 2020

Bildquelle: Class Central

Research Review Summer 2020

Ein kurzer Ausflug in die Forschungslandschaft rund um Open Educational Resources (OER) und Open Educational Practices (OEP). Das Dokument (38 S.) ist eine Sammlung von kurzen Reviews jüngster akademischer Publikationen, meist ein oder zwei Seiten lang, keine tiefschürfenden Analysen, mehr kurze Zusammenfassungen. Die AutorInnen sind vor allem Doktoranden und Mitglieder des Global OER Graduate Network (GO-GN). Hängengeblieben bin ich zum Beispiel bei einer Review von Caroline Kuhn (Bath Spa University, UK), die sich den Artikel „Are MOOCs Open Educational Resources? A literature review on history, definitions and typologies of OER and MOOCs“ näher angeschaut hat und das dort erprobte OpenEd Quality Framework als nützlich empfand, Und bei Paco Iniesto, der sich wunderte, warum ein Fachmagazin mit „Open Learning“ im Titel („Open Learning: The Journal of Open and Distance Learning“) nicht offen zugänglich ist.
Rob Farrow,  Global OER Graduate Network (GO-GN), 25. August 2020

By the Numbers: MOOCs During the Pandemic

Die Nachricht ist bekannt: „The ongoing pandemic has increased interest in online education. MOOC providers, in particular, have all seen drastic growth, which reminded me of the Year of the MOOC.“

Dhawal Shah hat die Schlagzeile noch einmal mit aktuellen Zahlen unterfüttert: neue registrierte Lerner, Hits, Themenschwerpunkte, Herkunft.
Dhawal Shah, Class Central/ MOOCReport, 16. August 2020

Bildquelle: Class Central (SimilarWeb)

Coursera Raises $130 Million as Colleges Turn to Online Courses for the Fall

Coursera gehört zu den drei Anbietern offener Online-Kurse (auch „MOOCs“ genannt), die im Frühjahr 2012 die Arbeit aufgenommen haben. Mittlerweile ist Coursera die Plattform mit den weltweit meisten Kursen, und ihr Geschäftsmodell wurde mehrmals den Marktgegebenheiten angepasst (von „MOOCs“, also offenen Kursen, ist jedenfalls nicht mehr die Rede). „Coursera for Campus“ heißt ein aktuelles Zugpferd, das vor allem Colleges und Universitäten in der Corona-Krise anspricht und ihnen bis September kostenlos zur Verfügung steht. 

Das Angebot scheint jedenfalls auch für Investoren attraktiv. 130 Millionen Dollar kamen in der jüngsten Finanzierungsrunde zusammen.
Tony Wan, EdSurge, 17. Juli 2020

Bildquelle: Coursera

Google announces 100,000 scholarships for online certificates in data analytics, project management and UX

Ich weiß noch nicht genau, wohin diese Nachricht gehört und welche Relevanz sie für den hiesigen Bildungsmarkt hat: die Bildungsinitiative eines IT-Giganten in Corona-Zeiten? Ein weiterer Schub für das Online-Lernen? Neue Kurse und neue Abschlüsse jenseits klassischer Bildungs- und Hochschulangebote? Man wird sehen …

Google’s Online-Kurse sollen übrigens auf der Plattform von Coursera angeboten werden, wie schon ein Vorgänger, ein IT-Zertifikat, 2018. „Jeff Maggioncalda, CEO of Coursera, says more than 250,000 people have taken Google’s IT certificate, 57% of whom do not have a college degree, making it the platform’s most popular certificate. He suspects the new certificates will be similarly popular — especially in light of recent events.“
Abigail Hess, CNBC, 13. Juli 2020

Bildquelle: Sebastian Bergmann (Wikimedia/ CC BY-SA)

2.5x Global MOOC Web Traffic

Mehr eine protokollarische Notiz, weniger ein Artikel: „MOOC’s attracted almost 500 million visits from learners around the world in the last 30 days, up 2.5x on the month of January. The borderless digital market for ‚just-in-time‘ skills and knowledge is highly competitive and represents a rapidly evolving part of the post-secondary education landscape.“

Und: „MOOCs were never dead. This is not a come-back. Gradually, and accelerated by the circumstances of COVID-19, the current and potential role of MOOCs in the post-secondary landscape is becoming more widely understood.“
HolonIQ, 26. Juni 2020

Bildquelle: HolonIQ

Quellen für offene Onlinekurse (MOOCs)

In diesem #OERcamp-Webtalk (12:39 Min.) stellt Sonja Borski einige Plattformen vor, auf denen wir MOOCs (Massive Open Online Courses) finden, die unter einer freien Lizenz angeboten werden. Diese MOOCs sind nicht nur offen bzw. kostenlos, sondern die dort verwendeten Materialien stehen zur weiteren Bearbeitung oder Wiederverwendung zur Verfügung. Die Liste ist, wenig überraschend, kurz. Genannt werden oncampus (Lübeck), iMooX (Graz), die Hamburg Open Online University (HOOU) sowie Kurse der TU Delft auf edX. Leider werden die MOOCs der Corporate Learning Community nicht erwähnt …
Sonja Borski, OERcamp/ YouTube, 30. Juni 2020

Microcredentials: a new way of monetarising MOOCs?

Der Artikel nimmt einige Stichworte auf, die auf der Jahreskonferenz des European Distance Learning Network (EDEN) diese Woche gefallen sind. Im Kern geht es darum: Menschen lernen online, zum Beispiel auf MOOC-Plattformen, und möchten, dass diese Lernerfahrungen anerkannt und möglicherweise auf folgende akademische Abschlüsse angerechnet werden. Dafür braucht es Standards und Regeln für die Vergabe und Nutzung solcher Microcredentials. Graham Attwell verweist in seinem Beitrag auf das europäische Projekt MicroHE, das genau an dieser Aufgabe arbeitet. MOOC-Anbieter wie FutureLearn, auch das erwähnt der Autor, werben für ihre aktuellen Kurse mit dem (kostenpflichtigen) Erwerb solcher Microcredentials.
Graham Attwell, Pontydysgu – Bridge to Learning, 26. Juni 2020

Bildquelle: geralt (pixabay)

Are Universities Going the Way of CDs and Cable TV?

Man merkt schon am Titel, dass hier ein amerikanischer Autor mit Blick auf das amerikanische Bildungssystem schreibt. Und er wiederholt eine Frage, die vor zehn Jahren, mit dem Erscheinen der MOOCs, schon einmal gestellt wurde: Funktioniert das Geschäftsmodell der Hochschulen noch? Oder muss es den gleichen Wandel („disruption“) durchmachen, den auch die Unterhaltungsindustrie mit der Digitalisierung durchgemacht hat? Der Autor schlägt deshalb vor, sich schnell und gründlich Gedanken über die Frage zu machen: „What is the core mission of higher education?“

„Arguments for the inherent superiority of the residential college experience will be less convincing now that we’ve conferred the same credentials – and charged the same tuition – for education delivered remotely.“
Michael D. Smith, The Atlantic, 22. Juni 2020

Bildquelle: Oleksandr Baiev (Unsplash)