2.5x Global MOOC Web Traffic

Mehr eine protokollarische Notiz, weniger ein Artikel: „MOOC’s attracted almost 500 million visits from learners around the world in the last 30 days, up 2.5x on the month of January. The borderless digital market for ‚just-in-time‘ skills and knowledge is highly competitive and represents a rapidly evolving part of the post-secondary education landscape.“

Und: „MOOCs were never dead. This is not a come-back. Gradually, and accelerated by the circumstances of COVID-19, the current and potential role of MOOCs in the post-secondary landscape is becoming more widely understood.“
HolonIQ, 26. Juni 2020

Bildquelle: HolonIQ

Quellen für offene Onlinekurse (MOOCs)

In diesem #OERcamp-Webtalk (12:39 Min.) stellt Sonja Borski einige Plattformen vor, auf denen wir MOOCs (Massive Open Online Courses) finden, die unter einer freien Lizenz angeboten werden. Diese MOOCs sind nicht nur offen bzw. kostenlos, sondern die dort verwendeten Materialien stehen zur weiteren Bearbeitung oder Wiederverwendung zur Verfügung. Die Liste ist, wenig überraschend, kurz. Genannt werden oncampus (Lübeck), iMooX (Graz), die Hamburg Open Online University (HOOU) sowie Kurse der TU Delft auf edX. Leider werden die MOOCs der Corporate Learning Community nicht erwähnt …
Sonja Borski, OERcamp/ YouTube, 30. Juni 2020

Microcredentials: a new way of monetarising MOOCs?

Der Artikel nimmt einige Stichworte auf, die auf der Jahreskonferenz des European Distance Learning Network (EDEN) diese Woche gefallen sind. Im Kern geht es darum: Menschen lernen online, zum Beispiel auf MOOC-Plattformen, und möchten, dass diese Lernerfahrungen anerkannt und möglicherweise auf folgende akademische Abschlüsse angerechnet werden. Dafür braucht es Standards und Regeln für die Vergabe und Nutzung solcher Microcredentials. Graham Attwell verweist in seinem Beitrag auf das europäische Projekt MicroHE, das genau an dieser Aufgabe arbeitet. MOOC-Anbieter wie FutureLearn, auch das erwähnt der Autor, werben für ihre aktuellen Kurse mit dem (kostenpflichtigen) Erwerb solcher Microcredentials.
Graham Attwell, Pontydysgu – Bridge to Learning, 26. Juni 2020

Bildquelle: geralt (pixabay)

Are Universities Going the Way of CDs and Cable TV?

Man merkt schon am Titel, dass hier ein amerikanischer Autor mit Blick auf das amerikanische Bildungssystem schreibt. Und er wiederholt eine Frage, die vor zehn Jahren, mit dem Erscheinen der MOOCs, schon einmal gestellt wurde: Funktioniert das Geschäftsmodell der Hochschulen noch? Oder muss es den gleichen Wandel („disruption“) durchmachen, den auch die Unterhaltungsindustrie mit der Digitalisierung durchgemacht hat? Der Autor schlägt deshalb vor, sich schnell und gründlich Gedanken über die Frage zu machen: „What is the core mission of higher education?“

„Arguments for the inherent superiority of the residential college experience will be less convincing now that we’ve conferred the same credentials – and charged the same tuition – for education delivered remotely.“
Michael D. Smith, The Atlantic, 22. Juni 2020

Bildquelle: Oleksandr Baiev (Unsplash)

Die neue Normalität

Es geht um die Normalität an Hochschulen und in der Hochschullehre. Der zentrale Satz in dieser Kolumne von Markus Deimann: „Mir ist wichtig, dafür zu sensibilisieren, dass in den nun anstehenden Planungen für das nächste Semester (oder das neue Schuljahr) Onlineformate nicht gegen die Präsenzlehre ausgespielt werden.“ Denn es gibt nicht die Überlegenheit des einen oder anderen Formats – auch wenn einzelne Lehrende immer wieder gerne in dieses Denken zurückfallen. Um das jeweils passende Format auszuwählen, muss man jedoch in beiden Welten, der analogen wie der digitalen, zu Hause sein.
Markus Deimann, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 18. Juni 2020

Bildquelle: Gabriel Benois (Unsplash)

 

Fakten zum Corporate Learning MOOCamp 2020 “Lernräume gestalten”

Karlheinz Pape lässt das MOOCamp 2020, das ja letzte Woche, am 29. Mai, zu Ende gegangen ist, Revue passieren. Die Zahl der Teilnehmenden (ca. 1.200), die Nutzung der Kommentar-Funktionen, die Aktivitäten auf weiteren Plattformen und Kanälen, alles mit den Unschärfen, die ein offener, dezentraler cMOOC mit sich bringt. Twitter, Blogposts und Lerngruppen sind weitere Stichworte.

Sein Fazit:
„Ein großartiges, lernintensives und zum Nachdenken über Lernräume anregendes MOOCamp20. Alle Inhalte kamen von Euch aus der Community. Eure Beiträge machen den großen Wert dieses MOOCamp20 aus!

Das MOOCamp20 ist zwar offiziell vorbei, unser Hauptthema “Lernräume gestalten” braucht gerade jetzt in der Corona-Zeit noch einige weitere neue Gestaltungs-Ideen. Dein Erkenntnisse und Gedanken dazu solltest Du in der Community teilen – als Blogposts, als Tweets, in den sozialen Medien. Wir freuen uns auf weitere Beiträge dazu. Schließlich wollen wir bei den Herbst-CLCamps die Diskussion über Lernräume fortführen – und neue Lernräume vielleicht auch gleich ausprobieren!“
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 2. Juni 2020

Mein Lernziel im Corporate Learning MOOCamp 2020: Was habt Ihr erreicht?

Das MOOCamp 2020 ist schon wieder vorbei. Über 1.100 TeilnehmerInnen haben sich in den vergangenen Wochen angemeldet. Viele haben aktiv beigetragen, sich zu den Live-Sessions eingewählt, sind den Moderationen der gastgebenden Unternehmen ZF Friedrichshafen, Porsche, Viessmann und QualityMinds gefolgt, haben diskutiert und kommentiert. In der Abschlusswoche haben wir zurückgeschaut.

Einige TeilnehmerInnen haben noch einmal ihre persönlichen Lernziele betrachtet und ihre Erfahrungen und Eindrücke der letzten sechs Wochen in Kommentaren und Blogposts festgehalten. Dabei fiel zum Beispiel auf, dass vor allem die Arbeit in den Lerngruppen, die sich in den ersten Tagen des MOOCamps selbstorganisiert gebildet hatten, Vernetzung und Austausch sehr unterstützt haben. Ihre Mitglieder waren jedenfalls auch in dieser Schlusswoche noch sehr präsentiert – und hoffentlich wird man einige von ihnen in den regionalen Corporate Learning-Communities demnächst wiedersehen.

Hier einige Stichworte aus den Lernzielreflexionen der TeilnehmerInnen: agiles Lernen, didaktischer Methodenkoffer, Zielgruppe „Handwerker“, Tools, selbstgesteuertes Lernen. Alles weitere verschiebe ich auf die „offizielle“ Rückschau, die es sicher in den nächsten Tagen noch auf colearn.de geben wird.
Jochen Robes, Corporate Learning Community, 25. Mai 2020 

MOOCWatch 23: Pandemic Brings MOOCs Back in the Spotlight

Eigentlich steht der Inhalt des Artikels bereits im Titel. Oder in diesem Satz: „The ongoing pandemic has increased interest in online education — MOOC providers, in particular, have all seen drastic growth, which reminded me of the Year of the MOOC.“ Zusätzlich hat Dhawal Shah hier weitere Ressourcen und Beiträge verlinkt. Von Übersichten über derzeit kostenlose Kurse bis zu den Aktivitäten einzelner Anbieter …
Dhawal Shah, Class Central/ MOOC Report, 3. Mai 2020

Bildquelle: FutureLearn

Das Porsche Learning Lab: Lernen Raum geben

Im MOOCamp 2020 hat ZF Friedrichshafen den Staffelstab an Porsche weitergereicht. Zur Diskussion steht in dieser Woche das Konzept des „Porsche Learning Lab“. Matthias Görtz und das Porsche-Team haben Ideen und Rahmenbedingungen gestern live vorgestellt – wieder vor ca. 250 MOOC-Teilnehmern (die Aufzeichnung steht bereits online). Tagesaufgaben und eine „virtuelle Co-Create Challenge“ sind vorbereitet. Ein Spielfeld für die Community stellt Mural dar (siehe unten). Wir dürfen mitmachen und gespannt sein …

„Wir bei der Porsche AG befinden uns auf einer Reise von der wissenden zur lernenden Organisation. Dabei spielen Lernräume eine entscheidende Rolle. „Porsche Learning Lab“ steht zum einen für unser Konzept eines physischen Lernraums, in dem wir Rahmenbedingungen für Lernen kreieren, Impulse setzen, Akteure vernetzen und Orientierung geben wollen. Zum anderen gestalten wir auch virtuelle Räume, um unsere Mitarbeiter bei der Entwicklung von „Learnability“ und „Growth Mindset“ zu unterstützen.“
miriamruhkamp, Corporate Learning Community/ MOOCamp 2020, 30. April 2020

Nach der Learning Challenge 2020 – wie geht das Lernen bei der ZF Friedrichshafen AG weiter?

Die erste Woche unseres MOOCamps 2020 ist schon wieder um. Gestaltet und moderiert wurde sie vom Team der ZF Friedrichshafen. Im Mittelpunkt stand die „ZF Learning Challenge 2020“, ein Massive Open Online Course, der Anfang des Jahres im Unternehmen umgesetzt wurde. Die Details zum MOOC, einem dreiwöchigen Diskussionsangebot mit vielen Themen, Impulsen und Challenges, finden sich in den Beiträgen des ZF Teams zum MOOCamp.

Vor diesem Hintergrund wurde die Community am Montag eingeladen, folgende Fragen mit dem ZF Team im Laufe der Woche zu diskutieren: 
– „Wie können wir das Konzept erweitern/ anpassen, damit wir auch Teilnehmende erreichen, die noch sehr weit weg von den Themen informelles Lernen und Digitalisierung sind?“
– „Welche Themen sind noch wichtig, sprich was treibt euch und eure Kollegen/Mitarbeiter rund um die Themen informelles und soziales Lernen sowie Lernräume gestalten um?“
– „Wie schaffen wir es, die Führungskräfte als Teilnehmende und Unterstützende zu gewinnen?“
– „Wie halten wir nun die Aktivität/ Aufmerksamkeit der bisherigen Teilnehmenden hoch und aktivieren diese wieder für weitere Aktionen/ Maßnahmen?“

Ich habe heute über 120 Kommentare gezählt. Hinzu kommen die vielen TeilnehmerInnen an den beiden Live-Sessions am Montag und Donnerstag. Themen der Diskussion bildete zum Beispiel die Frage, ob der Lernbegriff nicht bei vielen Zielgruppen zu negativ besetzt ist und ob man ihn deshalb in der Kommunikation lieber vermeiden sollte; oder wie Weiterentwicklungen dieses MOOC-Formats aussehen könnten. Das ZF Team ist hier schon aktiv und konzipiert gerade eine „Learner Journey for Leaders“ …

Und hier noch ein Teil des Rückblicks des ZF Teams im Originalton:
„Um die Woche abzuschließen, möchten wir euch die bisherigen Ergebnisse hier zusammenfassen:

  1. Die Learning Challenge war ein gelungener Einstieg, um das Thema Lernen bei der ZF zu fokussieren. Diesen Einstieg können wir dazu nutzen, um Multiplikatoren zu suchen, die die Themen in den Konzern tragen. So können auch Mitarbeiter, die derzeit noch weiter entfernt von dem Thema Lernen sind, aktiviert werden.
  2. In weiteren Projekten wäre es denkbar, konkrete Themen aus den Fachbereichen wie E-Mobility , Autonomous Driving etc. Hinzufügend könnten die Mitarbeiter selber aktiv werden und Themen einbringen bei denen aus ihren Augen noch Bedarf herrscht.
  3. Um die Führungskräfte als Lernende und Unterstützende zu gewinnen, müssen sie selber Erfahrungen mit MOOCs und ähnlichen Angeboten machen.“

Kurz: Ein gelungener Auftakt, wie ich finde! Und eine tiefe Verbeugung vor dem ZF Team, das seine Erfahrungen hier mit uns geteilt hat!
globallearningzf, Corporate Learning Community, 30. April 2020