Hermeskeiler Gymnasiasten fit in zeitgenössischer amerikanischer Lyrik

Okay, die Meldung fällt ein bisschen aus dem gewohnten Rahmen dieses Blogs. Aber mir gefällt das Konzept: gemeinsam auf bereits bestehende Online-Ressourcen wie zum Beispiel einen MOOC zuzugreifen und Lernerfahrungen wie Lernfortschritte in einer Gruppe vor Ort zu diskutieren. Das ist an Hochschulen genauso denkbar wie in der betrieblichen Weiterbildung.

„Sieben Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Hermeskeil haben erfolgreich an „ModPo: Modern and Contemporary American Poetry“ teilgenommen. Hierbei handelt es sich um einem Massive Open Online Course (MOOC) der University of Pennsylvania.“
Redaktion 5vier, 27. Januar 2021

Bildquelle: Coursera

Udemy vs Coursera: Comparing Online Learning Giants that Might IPO in 2021

Dhawal Shah (Class Central) hat mit Udemy und Coursera zwei Größen auf dem Markt der Online-Kurse verglichen. Coursera ist als MOOC-Provider seit 2012 bekannt und aktiv. Udemy ist sogar noch zwei Jahre älter und hat sich parallel zum MOOC-Hype stetig weiterentwickelt. Beide Anbieter haben von der Pandemie profitiert und wollen die jüngsten Entwicklungssprünge  für einen Börsengang nutzen. 

Der Vergleich beinhaltet einen Blick auf ihre Geschäftsmodelle, ihre Kurskataloge und -angebote, ihre Schwerpunkte und Unterschiede sowie ihre Popularität im Netz. Das ist nicht uninteressant, da beide Anbieter auch mit einem stetig wachsenden Angebot an deutschsprachigen Kursen aufwarten. 

„These different approaches translate into different courses offerings. Coursera tends to be more academic, while Udemy is more vocational. A simplistic way to put it is that you might want to learn about Design on Coursera, but you go to learn Photoshop on Udemy.“

Dhawal Shah, Class Central/ The Report, 26. Januar 2021

Bildquelle: Class Central

 

The Second Year of The MOOC: A Review of MOOC Stats and Trends in 2020

Das erste „Year of the MOOC“ war ja bekanntlich 2012, als Coursera, Udacity und edX die Bühne betraten und ein New York Times-Artikel das Ereignis mit der bekannten Schlagzeile würdigte. Dann entwickelten sich die MOOC-Anbieter weiter, aber in weniger spektakulären Fahrwassern. Bis im März 2020 die COVID-19-Pandemie für einen neuen, unerwarteten Schub sorgte. Der Rückblick von Dhawal Shah liefert die entsprechenden Daten und Fakten.
Dhawal Shah, The Report by Class Central, 14. Dezember 2020

Bildquelle: Class Central

25 Years of OU – 2013: FutureLearn

„At the end of The Year of the MOOC, the OU VC of the time, Martin Bean, invited a few of us to discuss a new project“, beginnt Martin Weller (Open University) seinen Rückblick auf die Geburtsstunde von FutureLearn, der heute größten europäischen MOOC-Plattform. Interessant auch sein Hinweis, dass FutureLearn ja ein eigenes Unternehmen darstellt und viele Diskussionen bis heute vom Spannungsverhältnis zwischen kommerziellen und bildungspolitischen Ansprüchen geprägt sind.
Martin Weller, The Ed Techie, 11. Dezember 2020

Bildquelle: FutureLearn

MOOCs planen und gestalten für Einsteiger*innen – mit Monstern und Canvas

Seit 2013 gibt es iMooX, die MOOC-Plattform der TU Graz, auf der bis heute rund 100 Online-Kurse unter einer offenen Creative Commons-Lizenz durchgeführt wurden. Da haben sich also Erfahrungen angesammelt, und Sandra Schön und Martin Ebner präsentieren hier zwei Formate, mit denen sie den Einstieg in die MOOC-Entwicklung unterstützen. Eine Variante, nämlich der Arbeitsauftrag, einen „MOOC für Monster“ zu entwickeln, gefällt mir besonders:

„Die Monster Academy möchte erstmals einen MOOC anbieten, bei dem Monster sich fortbilden können. Der Kurstitel ist ‚Theorie und Praxis des Erschreckens‘. Welche Inhalte dieser Kurs hat, an welche Monster er sich genau wendet und wie er aufgebaut ist, ist dabei Ihrer Phantasie überlassen.”

Die Grundlage der zweiten Variante bildet ein MOOC-Canvas, mit dem seit 2017 in Graz gearbeitet wird. Weitere Ressourcen werden im Beitrag verlinkt.
Sandra Schön, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 4. Dezember 2020

Bildquelle: TU Graz (CC BY 4.0)

Digitale Lernangebote für alle – Relaunch des MOOChubs: Über 290 kostenlose Online-Kurse gebündelt auf einer Plattform

Im Unterschied zu den „großen“ Kursanbietern wie Coursera, edX und Udacity handelt es sich bei den Kursen des MOOChubs wirklich um offene, also kostenlose, Kurse. Jetzt konnten neue Partner gewonnen werden: Der KI-Campus, die Virtuelle Hochschule Bayern und die Future Skills-Plattform. Hinzukommen die Gründungsmitglieder TH Lübeck/ oncampus, TU Graz/ iMooX und das Hasso-Plattner-Institut/ openHPI. Neben einer stärkeren Transparenz und Sichtbarkeit des Angebots hat man sich weitere Ziele gesetzt: eine einheitliche Authentifizierung, gemeinsame Qualitätsstandards und die Unterstützung der Idee von Open Educational Resources. 

Interessant wären aus meiner Sicht noch Best Practices: Wie kann man als Bildungseinrichtung Lernende bei der Nutzung dieser Kurse unterstützen? Zum Beispiel durch die Verbindung mit eigenen Curricula und Kursangeboten, durch die Organisation und Moderation von Lerngruppen, durch Austauschmöglichkeiten für Lehrende und Lernende, durch Ansprechpartner …
Pressestelle TH Lübeck, 16. November 2020
 

Udacity’s Final Pivot? From Silicon Valley University to Corporate Training

Udacity, es ist noch gar nicht so lange her, war einer Hoffnungsträger der MOOC-Bewegung. Sebastian Thrun versprach 2012 eine große Zukunft, für MOOCs und Udacity. Aber dann kam der Alltag und mit ihm die Suche nach einem Geschäftsmodell für „offene Online-Kurse“. Von MOOCs im Sinne von „open“ ist schon lange nicht mehr die Rede, stattdessen geht es um Nanodegrees und Partnerschaften mit Unternehmen. Dhawal Shah sieht jetzt Hinweise dafür, dass sich das Unternehmen noch einmal neu positioniert und ganz auf Corporate Training konzentriert, das heute schon 80 Prozent des Umsatzes ausmacht. „It wouldn’t surprise me if in a couple of years, Udacity completely stopped its consumer business and focused solely on enterprises and governments“, schreibt Dhawal Shah.
Dhawal Shah, The Report by Class Central, 10. November 2020

Bildquelle: Udacity

Facebook Partners with Coursera to Launch Social Media Marketing Professional Certificate

Ist das die oder eine Zukunft der Weiterbildung? Courseras CEO, Jeff Maggioncalda, schreibt: „Today, we’re excited to announce a new Social Media Marketing Professional Certificate from Facebook – our newest industry partner. The certificate is designed for learners without a college degree or any prior experience to become ready for social media marketing jobs within a few months.“

Der Kurs ersetzt sicher keine fundierte Ausbildung, wie wir sie kennen. Wenn ich es richtig sehe, beginnt der Kurs am 20. September und soll in 20 Wochen enden. Selbstorganisiertes Lernen, zwischen zwei und fünf Stunden in der Woche. „Upon completion, learners will receive an industry-recognized certificate that they can use to apply for entry-level social media marketing roles.“

Der Kurs bzw. das Zertifikat haben auch ihren Preis, doch den konnte ich ohne Anmeldung nicht sehen. 1.500 Interessierte sollen sich bereits angemeldet haben. Ein schnelles, marktnahes Angebot mit einem sicher überschaubaren Investment.
Jeff Maggioncalda, Coursera Blog, 15. September 2020