Corporate Learning 2025 MOOCathon – Woche 10 Abschluss Session am 21.07.2017

Als ich schon mit einem Bein im Urlaub war, haben meine Mitstreiter am Corporate Learning 2025 MOOCathon noch einige Daten zum MOOC und erste Rückmeldungen der Teilnehmenden präsentiert. Interessant ist zum Beispiel die Übersicht über Anzahl und Verteilung der Besucher und Kommentare: Während die Zahl der Besucher der Webseite erwartungsgemäß in der ersten Woche am größten war, gab es die meisten Kommentare in der siebten Woche (Viessmann). Knapp 60 Prozent der 88 Teilnehmenden, die den abschließenden Fragebogen ausgefüllt haben, kamen aus Großunternehmen. Joachim Niemeier hat dann noch die Rückmeldungen zu einzelnen Handlungsfeldern – von „Strategische Voraussetzungen für neues Lernen schaffen“ bis „Die Chancen von neuen Formaten und Methoden nutzen“ – vorgestellt. Aber hier findet ja im Rahmen unseres geplanten Hackathons am 7./ 8. September in Frankfurt ohnehin noch eine „Vertiefung“ statt, so dass sich die Themen, Aufgaben und Empfehlungen wahrscheinlich noch einmal neu sortieren werden.
Corporate Learning Community, YouTube, 21. Juli 2017

 

Auftaktwoche (cl2025)

Am Montag startet unser Corporate Learning 2025 MOOC. Wir haben wieder acht Unternehmen - Merck, Continental, Ottobock, DNV GL Oil & Gas, Viessmann, Aareal Bank, Bosch und Audi - gewinnen können, jeweils eine Woche zu gestalten. Das heißt, ein Thema auszusuchen, Aufgaben und Aktivitäten zu gestalten und die Woche selbst auf den verschiedenen Netzwerken und Plattformen zu moderieren. Viele Abstimmungen laufen derzeit noch im Hintergrund. Bevor Merck dann am 15. Mai loslegt, soll es in der ersten Woche noch einmal um die Idee und die Ziele des MOOCs sowie um die Tools gehen, auf die wir setzen. Ach ja, und die Anmeldung ist selbstverständlich auch noch offen!

“Die Auftaktwoche dient dem effizienten Einstieg in den Corporate Learning 2025 MOOCathon. In zwei Livesessions wird der gesamte Ansatz nochmal vorgestellt und es wird auf Eure konkreten Fragen eingegangen. Außerdem startet eine öffentlich einsehbare Lerngruppe nach der Working-Out-Loud-Methode.”
Corporate Learning Community, 5. Mai 2017

MOOCs Started Out Completely Free. Where Are They Now?

Keine neuen Nachrichten, aber eine nüchterne Bestandsaufnahme: Während hierzulande viele MOOCs, wie zum Beispiel Leuchtfeuer 4.0 oder Corporate Learning 2025, noch offen für interessierte Teilnehmer sind, haben sich die großen MOOC-Plattformen längst auf Freemium-Modelle eingeschossen. Für Zertifikate, Rückmeldungen und immer häufiger sogar für ganze Kurse muss bezahlt werden. Der Anteil dessen, was gratis zu sehen oder zu bearbeiten ist, wird ständig kleiner. Dhawal Shah zählt auf, wie die Freemium-Modelle bei edX, Coursera, FutureLearn und Udacity aussehen.
Dhawal Shah, EdSurge, 20. April 2017

Moocs oder Snocs?

Der Artikel klappert einige Business Schools ab, um ihre aktuelle Befindlichkeit zum Angebot von Online-Kursen abzuholen. Harvard, Mannheim Business School (MBS), HHL Leipzig Graduate School of Management, WHU Otto Beisheim School of Management, ESMT und Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) lauten die Adressen, die zu Wort kommen. Die Antworten sind vielfältig und reichen über die Alternative “MOOCs oder SNOCs” hinaus. Ansonsten setzen alle Befragten vor allem auf die eigene Marke. Wo es passt, wird experimentiert. Keine Antwort lässt auf eine ausgearbeitete Digitalisierungs-Strategie hinter dem Einsatz von Online-Kursen oder anderen Online-Bausteinen erkennen. Was aber auch an den Fragen der Autorin gelegen haben mag …
Christine Demmer, Süddeutsche Zeitung, 5. April 2017

Moocs oder Snocs?

Der Artikel klappert einige Business Schools ab, um ihre aktuelle Befindlichkeit zum Angebot von Online-Kursen abzuholen. Harvard, Mannheim Business School (MBS), HHL Leipzig Graduate School of Management, WHU Otto Beisheim School of Management, ESMT und Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) lauten die Adressen, die zu Wort kommen. Die Antworten sind vielfältig und reichen über die Alternative “MOOCs oder SNOCs” hinaus. Ansonsten setzen alle Befragten vor allem auf die eigene Marke. Wo es passt, wird experimentiert. Keine Antwort lässt auf eine ausgearbeitete Digitalisierungs-Strategie hinter dem Einsatz von Online-Kursen oder anderen Online-Bausteinen erkennen. Was aber auch an den Fragen der Autorin gelegen haben mag …
Christine Demmer, Süddeutsche Zeitung, 5. April 2017

Coursera’s Rick Levin on the Evolution of MOOCs and Microcredentials

Wie sieht es aus, fünf Jahre nach dem Start der MOOC-Plattform? Wie hat sich das Kursformat entwickelt? CEO Rick Levin zählt auf: Skills und Kursinhalte sind noch genauer aufeinander abgestimmt, die Diskussionsforen und Online-Assessments haben sich verbessert. Wer ist die Zielgruppe von Coursera: Unternehmen oder Mitarbeiter bzw. Lerner? Beide werden angesprochen, so Rick Levin. Überhaupt bietet sich Coursera als Plattform und Kursbibliothek dort an, wo Interessierte - Unternehmen, aber auch staatliche Organisationen - das ganze Paket, Technik, Administration und Inhalte, einkaufen wollen. Beim Flipped Classroom-Modell - Lehrende nutzen „fremde” Coursera-Materialien für ihre eigenen Hochschulkurse - sieht der CEO noch Potenzial.
Jeffrey R. Young, EdSurge, 29. März 2017

Facets of Openness in MOOCs – A Review

MOOCs sind ja einmal angetreten, um neuen Zielgruppen den Zugang zur Bildung zu öffnen. Inzwischen weiß man, dass (auch hier) dieser Effekt nicht eingetreten ist. Auswertungen zeigen, dass die Mehrheit der MOOC-Teilnehmer aus Höherqualifizierten besteht. Am Fall des MOOCs “Dr. Internet”, einem besonders niedrigschwelligen Kursangebot, wurde diese Beobachtung noch einmal überprüft. Er wurde zweimal, 2015 und 2016, auf der österreichischen MOOC-Plattform iMooX angeboten. Doch am Ende mussten die Autoren feststellen, dass auch sie ihren Kurs nicht gegen den Trend steuern konnten:

“Our findings confirm the results of other studies (Dillahunt, Wang and Teasley 2014; Hansen and Reich 2015): even though MOOCs have been credited with the potential to democratize education, they are not an effective instrument against educational disparities. To the contrary, they seem to deepen rather than bridge the gap, because those groups who already have a higher socioeconomic status, good access to higher education and employment are also able to gain additional educational benefits from MOOCs and Open Education.”
Claudia Zimmermann, Elke Lackner, Martin Ebner, in: DisCO 2016 - Towards open education an information society. 11th conference reader. Beseda, J. (ed.). Centre for Higher Education Studies. Prague 2016 (via Academia.edu)

FutureLearn’s New Pricing Model Limits Access to Course Content After the Course Ends

Mit “monetization over massiveness” hatte das Nachrichtenportal Class Central die Entwicklung der kommerziellen MOOC-Anbieter Ende des letzten Jahres zusammengefasst. Dazu passt auch dieser Schritt von FutureLearn, der MOOC-Plattform der britischen Open University. Dort hat man jetzt den freien Zugriff auf die Kursinhalte eingeschränkt. Sie gelten jetzt nur noch für die Dauer des Kurses. Wer darüber hinaus Zugang zu allen Kursbausteinen sowie, nach erfolgreicher Bearbeitung des Kurses, ein Zertifikat haben will, muss “upgraden”.

“… charging for certificates hasn’t proven to be an effective business model for MOOC providers”, heißt es. Also kosten jetzt auch die Inhalte. Und die Preise werden sich über kurz oder lang wohl auch erhöhen, prognostiziert Dhawal Shah.
Dhawal Shah, Class Central, 16. März 2017

The open in MOOC must include the ability to create courses

Natürlich kann man sich mit einigem technischen Geschick selbst eine MOOC-Infrastruktur “bauen”: zum Beispiel um WordPress herum, wie wir es mit unserem Corporate Learning 2025 MOOCathon planen. Oder man installiert Open edX. Oder man spricht die hilfsbereiten KollegInnen von mooin an. Wie auch immer: die Möglichkeiten sind überschaubar und oft denen vorbehalten, die professionell oder kommerziell mit Bildung handeln. Daran erinnert Graham Attwell:

“If we want truly open education, then we need to open up opportunities for creating and facilitating learning as well as participating in a programme. I still like Ivan Illich’s 1971 dream in Deschooling Society of a big computer which could send postcards to match those wanting to learn something with those willing to support them. And I see an open MOOC infrastructure as the way we might achieve this.”
Graham Attwell, Pontydysgu - bridge to learning, 14. März 2017

Open Badges for Open Education

Open Badges, so Ilona Buchem (Beuth Hochschule für Technik Berlin), stehen in der Diskussion um Open Education häufig im Hintergrund. Die Aufmerksamkeit gehört vor allem offenen Lehr-/ Lernmaterialien (Open Educational Resources/ OER) und offenen Online-Kursen (Massive Open Online Courses/ MOOCs). Deshalb hat sie auf der Open Education Global Conference 2017, die gerade in Kapstadt stattgefunden hat, noch einmal für Open Badges geworben.

Ihr Foliensatz gibt einen guten und aktuellen Überblick. Er reicht von der Definition (”Open Badges = visual representations of a skill or achievement”) über ihre Funktionsweise (Metadaten, Infrastruktur, Typen, Taxonomie) bis zu konkreten Einsatzszenarien und Beispielen. Für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Ilona Buchem, Mediendidaktik 2.0, 14. März 2017