New Research Shows „Heavy Learners“​ More Confident, Successful, and Happy at Work

Es gibt einen Zusammenhang zwischen herausfordernden Aufgaben, Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und Arbeitszufriedenheit. Wenig überraschend, aber so würde ich die Ergebnisse einer Studie zusammenfassen, die Josh Berson mit LinkedIn durchgeführt hat. Aber manchmal braucht man ja etwas schwarz auf weiß. Deshalb hier die zentralen Fragen/ Antworten:

In your current job, what is #1 thing that inspires you and makes you happy and want to work harder?  =  The nature of the work itself (26 Prozent)

In your current company, what is the #1 most important thing that would make you look for a new job?  = Inability to learn and grow (20 Prozent)

Dazu gibt es noch eine Keynote (Video) von Josh Bersin („Learning In The Flow Of Work“).
Josh Bersin, LinkedIn/ Pulse, 9. November 2018

Bildquelle: Casey Horner (Unsplash)

The No. 1 Reason Employees Say They’ve Stopped Learning Is Because They Don’t Have Time

Ja, Zeit ist ein kritischer Faktor, wenn es darum geht, etwas Neues oder Zusätzliches zu tun. Lernen gehört oft dazu. Dan Pontefract spielt den Ball zuerst zwischen Mitarbeitern, Führungskräften und Unternehmen hin und her, bevor er drei Empfehlungen gibt:

„The first step is to analyze how employees are spending their time. …
Second, ask employees their predilection for learning. …
Third, redefine the term learning such that it incorporates three key types: formal, informal and social. …“

Der Artikel enthält einige gute Punkte, die unser Verständnis von Lernen betreffen. Allerdings überwiegt die taktische Ausrichtung („… wie bringt man Mitarbeiter dazu, …“).
Dan Pontefract, Forbes, 23. Oktober 2018

Bildquelle: rawpixel (Unsplash)

Lerndogmen und Bildungsmythen (1)

Es ist vor allem „das derzeit viel diskutierte 70:20:10 Dogma“, an dem sich Alexander Klier hier ausführlich und gewissenhaft abarbeitet. Ich finde zwar, dass er dabei der einfachen Formel, die ja meist eine handlungsaktivierende Funktion hat, etwas zuviel Ehre zuteilwerden lässt, aber gut …  Um zu „produktiven Lerngelegenheiten“ zu gelangen, müssen wir jedenfalls, so Alexander Klier,  den Blick weg von den Oberflächenphänomenen und hin zu den Organisationsstrukturen wenden, wo heute immer noch eine „systematische Entmündigung der Lerner*innen“ stattfindet.

„In den Beschreibungen und Angeboten der Sichtstruktur schlägt meiner Wahrnehmung nach deshalb auf, was auf der tieferen Ebene des betrieblichen Lernens die eigentliche Problemstellung ist: dass die derzeitige Organisation der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung strukturell, d.h. bauplan- und damit komplexitätsbedingt nicht mehr in der Lage ist, adäquat auf die digitale Transformation zu reagieren.“

Der Artikel hat einen längeren Vorspann (über psychologische Lerntheorien und pädagogische Lern-Modelle). Ein zweiter Teil ist angekündigt.
Alexander Klier, Blog, 13. Oktober 2018

Bildquelle: https://www.pexels.com/de/foto/ausbildung-bildung-drinnen-handy-159844/

What is VR, AR and 360° Video? What Makes Differ From One Another?

Gone were the days, where learner used to sit in a closed room with a book in his/ her hand and an instructor with the teaching aids. Over the last two decades, the change in the technology is unpredictable. A radical behavior in the minds of the learners paved a way to discover the new…

What is VR, AR and 360° Video? What Makes Differ From One Another?

Gone were the days, where learner used to sit in a closed room with a book in his/ her hand and an instructor with the teaching aids. Over the last two decades, the change in the technology is unpredictable. A radical behavior in the minds of the learners paved a way to discover the new…

„Neue Jobprofile wird es längst geben, bevor sie einen Namen haben“

Bei Andrea Back denke ich immer gerne an unseren gemeinsamen Blog Carnival „Wissenswert“ zurück (vielleicht sollte ich dieses Format einmal wiederbeleben!?). In diesem Interview nimmt sie einige Stichworte auf, die ihr Daniel Stoller-Schai mit Blick auf die nächste „Learning Innovation Conference“ in Zürich (2./ 3. April 2019) zuruft. Hier ein kurzer Auszug:

Dr. Daniel Stoller-Schai: Welche Form des Lernens müssen Unternehmen anbieten, damit sie wettbewerbsfähig und für Arbeitnehmende attraktiv bleiben?

Prof. Dr. Andrea Back: Die Lernmöglichkeiten spielen sicher eine zunehmende Rolle bei der Entscheidung, für wen man arbeiten möchte und was. Die Aufgabe selbst, die man ausübt, ist das ergiebigste Lernangebot, d.h. die Arbeit braucht auch etwas Herausforderndes. Formen des Lernens sollten zur jeweiligen Arbeits- und Lebenssituation sowie persönlichen Motivation passen, Fokussierung (im Sinne des Buchs «Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World) erlauben sowie wirksam und d.h. auch wertvoll für die persönliche bzw. berufliche Entwicklung sein. Es braucht bei Lernangeboten kein digitales Chi-Chi um attraktiv zu sein, aber Mittel und Methoden von vorgestern, die persönliche Zeit und Energie «verschwenden», das geht nicht mehr.“
LEARNING INNOVATION Conference, Business News 2019, 11. Oktober 2018

 

CLP056 Wie können wir in Unternehmen Rahmenbedingungen für selbstverantwortetes Lernen schaffen?

Das Corporate Learning Camp (CLC) hinterlässt immer noch Spuren im Netz. So haben sich vier Teilnehmer – Antje Röwe, Stefan Diepolder, Pascal Guderian und Martina Pumpat – auf dem CLC im mobilen Studio von Simon Dückert getroffen, um über das Stichwort „selbstgesteuertes Lernen“ (die “burning question” des Camps!) zu diskutieren. Das Resultat ist diese Podcast-Folge.

Und Karlheinz Pape hat mir alle weitere Arbeit des Zusammenfassens auch schon abgenommen: „Angesprochen werden im lebhaften Gespräch die Themen “Mindset” und Menschenbild von Führungskräften und Mitarbeiter*innen, nötige Rahmenbedingungen zum Lernen vs. reellem Mangel an physischem und zeitlichem Raum zum Lernen, die Rolle der Selbstwirksamkeit und Selbsterkenntnis im Lernprozess sowie der Einfluss von Schule und Sozialisierung im Unternehmen auf die intrinsische Lernmotivation. Es wird debattiert, ob die nachrückende Generation nicht automatisch zu einer veränderten Lernwelt führt, welchen Einfluss Vorbilder auf Lernmotivation haben und welche Rolle insbesondere die Personalentwicklung heute sowie zukünftig bei der Gestaltung der Lernwelt einnehmen sollte.“
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 10. Oktober 2018

Agiles L&D für die Arbeitswelt 4.0 – 5. scil Trend- & Community Day 2018

Christoph Meier hat – in seiner Rolle als Hausherr – gleich eine schöne Zusammenfassung des 5. scil Trend- & Community Day in St. Gallen geschrieben. So können wir lesen, dass es unter der Überschrift „Agiles L&D“ um digitale Kompetenzen, Ambidextrie und Augmentation ging. Von Konzepten, Praxisbeispielen aus Unternehmen und Studien wurde berichtet. Die Diskussion, das lese ich heraus, kreiste dabei vor allem um zwei Fragen: Was bedeutet Agilität für L&D selbst, das eigene Selbstverständnis und das eigene Arbeiten? Und was kann L&D unternehmen, um die Agilität des Unternehmens, von Teams und von Mitarbeitern zu unterstützen? Ich vermute fast, dass das Eine nicht ohne das Andere funktioniert.
Christoph Meier, scil-blog, 19. September 2018

What does the Top Tools for Learning 2018 list tell us about the future direction of L&D?

Jane Hart legt noch einmal nach: Mit Blick auf die Ergebnisse ihrer Umfrage sieht sie uns auf einem guten Weg, Lernaktivitäten mehr und mehr in die tägliche Arbeit zu integrieren. Doch die Tools, die beim Stichwort „Workplace Learning“ genannt werden, sprechen noch eine andere Sprache: Es sind vor allem Tools, um Kurse und Lerninhalte zu entwickeln, weniger Tools, um das persönliche, kontinuierliche Lernen zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund fordert sie Learning & Development (L&D) noch einmal auf, ihre Schwerpunkte neu zu setzen, und zwar: „promoting continuous learning in the workplace“ und „supporting learning from the daily work“. Damit das funktioniert, sollten zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

„Firstly, it requires a very different (organisational) learning mindset; it’s not designing, delivering and managing stuff FOR people, but enabling and supporting people to do much more FOR THEMSELVES – in the ways that best suit them.
And secondly, the L&D people who do get involved with this new work will need to be proficient modern professional learners themselves; because it’s much more about “do as I do, not do as I say”!“
Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 2. Oktober 2018

Bildquelle: geralt (pixabay, CC0)

Rückblick auf das Corporate Learning Camp 2018 in Kassel

Eine „gewisse Professionalisierung“ glaubt Christoph Meier in Kassel beobachtet zu haben. Denn es ist bereits das achte CLC gewesen und für die meisten Teilnehmer nicht das erste. Er selbst hat zwei Sessions über „KI-basierte Anwendungen“ angeboten, war aber auch ein aufmerksamer Teilnehmer. Denn sonst hätte er die folgenden Sessions nicht zusammenfassen können: „Dreidimensionale Lernräume“, „lernOS“, „Methoden für das Trainieren von Agilität“, „Learning Battle Cards“, „Conversational Bots und KI-Anwendungen für Training“, „Eigenverantwortliches Lernen“ und „Analoge Trainingstechniken und Methoden im virtuellen Raum“. Mit vielen Links.
Christoph Meier, scil-blog, 2. Oktober 2018