Workforce of the future: The competing forces shaping 2030

Auch die PwC-Berater haben sich Gedanken gemacht, wie Automatisierung und Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändern. Ihre aktuelle Studie liefert jedoch keine neuen Zahlen oder Einsichten darüber, welche Jobs und Aufgaben in Zukunft verschwinden werden. Die Autoren wählen vielmehr einen szenario-basierten Ansatz und stellen uns, kurz und prägnant, „Four Worlds of Work in 2030“ vor.

Dabei gehen sie von fünf Megatrends aus: „Technological breakthroughs“, „Demographic shifts“, „Rapid urbanisation“, „Shifts in global economic power“ und „Resource scarcity and climate change“. Jetzt gibt es, so die Annahmen der Autoren, vier Optionen, wie sich diese Megatrends auf unser Zusammenleben auswirken können: „Collectivism vs. individualism“ und „integration vs. fragmentation“.

 

Diese Szenarien werden kurz beschrieben und auf ihre Konsequenzen für Unternehmen und HR abgeklopft. Der Blick in die Glaskugel führt dabei auch zu interessanten Anmerkungen wie „cognitive-enhancing drugs“ (Blue World) und Ideen wie „Guild Universitys“ (Yellow World). Fantasielose Geister könnten allerdings daherkommen und Green & Yellow nur als Ausprägungen von Red & Blue lesen.
PwC, 25. Juli 2017 (pdf)

 

Auftaktwoche (cl2025)

Am Montag startet unser Corporate Learning 2025 MOOC. Wir haben wieder acht Unternehmen - Merck, Continental, Ottobock, DNV GL Oil & Gas, Viessmann, Aareal Bank, Bosch und Audi - gewinnen können, jeweils eine Woche zu gestalten. Das heißt, ein Thema auszusuchen, Aufgaben und Aktivitäten zu gestalten und die Woche selbst auf den verschiedenen Netzwerken und Plattformen zu moderieren. Viele Abstimmungen laufen derzeit noch im Hintergrund. Bevor Merck dann am 15. Mai loslegt, soll es in der ersten Woche noch einmal um die Idee und die Ziele des MOOCs sowie um die Tools gehen, auf die wir setzen. Ach ja, und die Anmeldung ist selbstverständlich auch noch offen!

“Die Auftaktwoche dient dem effizienten Einstieg in den Corporate Learning 2025 MOOCathon. In zwei Livesessions wird der gesamte Ansatz nochmal vorgestellt und es wird auf Eure konkreten Fragen eingegangen. Außerdem startet eine öffentlich einsehbare Lerngruppe nach der Working-Out-Loud-Methode.”
Corporate Learning Community, 5. Mai 2017

M2P028 Coworking

Diese Folge des Management 2.0-Podcasts gewährt Einblicke in die Welt des Coworkings (Wikipedia). Coworking Spaces schießen ja auch hierzulande wie Pilze aus dem Boden, angesiedelt an der Schnittstelle von Digitaler Transformation und New Work. Am Rande der Cowork 2017, die vom 31. März bis 2. April in Leipzig stattfand, haben Simon Dückert und Christian Cordes diesen Beitrag aufgenommen. Christian Cordes leitet den Coworking Space Schiller40 in Wolfsburg und ist Mitglied des Vorstands der German Coworking Federation. Informative 26 Minuten …
Simon Dückert, Management 2.0 Podcast, 2. April 2017

The Disruption of Digital Learning: Ten Things We Have Learned

Noch einmal Josh Bersin, noch einmal “disruption”. In diesem Artikel bringt der Berater die Veränderungen in Corporate Learning auf zehn Punkte. Zielgruppe sind L&D Professionals, HR Leaders und Business Leaders. Eine Reihe von interessanten Schaubildern unterstreicht die zentralen Botschaften:

“1) The traditional LMS is no longer the center of corporate learning, and it’s starting to go away. …
2) The emergence of the xAPI makes everything we do part of learning. …
3) As content grows in volume, it is falling into two categories: micro-learning and macro-learning. …
4) Work Has Changed, Driving The Need for Continuous Learning …
5) Spaced Learning Has Arrived …
6) A New Learning Architecture Has Emerged: With New Vendors To Consider …
7) Traditional Coaching, Training, and Culture of Learning Has Not Gone Away …
8 ) A New Business Model for Learning …
9) The Impact of Microsoft, Google, Facebook, and Slack Is Coming …
10) A new set of skills and capabilities in L&D …”

Josh Bersin, LinkedIn/ Pulse, 28. März 2017 

The Future Of Work: The Intersection Of Artificial Intelligence And Human Resources

Amazon’s Alexa ist nur der Anfang. So wie intelligente Assistenten (AI, Cognitive Computing, Chatbots) sich im Alltag breit machen, werden sie auch im Arbeitsalltag und in der Personalarbeit mehr und mehr genutzt. Heute schon. Jeanne Meister nennt HR Service Center, Talent Acquistion bzw. Recruiting, Onboarding und Weiterbildung als Anwendungsfelder. Im Letzteren sind es Teaching Assistents, die die Tutoren in Online-Kursen bzw. MOOCs entlasten sollen. Das Beispiel des Georgia Institute of Technology ist auch hier die Referenz.
Jeanne Meister, Forbes, 1. März 2017

Lernen und Arbeiten 4.0 – Das Lernen verschmilzt mit der Arbeitswelt

Rüdiger Keller und Sebastian Lesch (Apollo-Optik) beschreiben, wie Arbeiten und Lernen immer mehr zusammenfallen und welche Rolle die Digitalisierung in diesem Prozess spielt. Die Stichworte sind bekannt: sie reichen von der 70:20:10-Formel, über ein verstärktes Angebot kurzer Lernbausteine bis zur stärkeren Praxisorientierung aller Lernaktivitäten. Formales Lernen hat seinen Platz, wird sich aber auch verändern: kürzer, individueller, arbeitsplatzbezogener. Leider lassen die Autoren einen nicht über die Schulter schauen, um zu zeigen, wie sich unter diesen Vorzeichen die Personalentwicklung bei Apollo-Optik verändert. Aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung …
Rüdiger Keller und Sebastian Lesch, Bertelsmann Stiftung/ Blog “Zukunft der Arbeit”, 22. März 2017

Potenzialwirtschaft. Die zweite Etappe der Zukunft der Arbeit

Joël Luc Cachelin hat sich wieder mit der Zukunft der Arbeit auseinandergesetzt und dieses Mal das Bild der “Potenzialwirtschaft” als Fixpunkt für seine neue Studie gewählt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, heißt es einleitend klar und deutlich: “Die Zukunft der Arbeit findet in der digitalen Matrix statt.” Und das heißt vor allem, Roboter, KI und Bots, die uns Arbeit ab- und wegnehmen werden; und das bedingt eine Re-Organisation der Arbeit, um mit diesen Veränderungen umzugehen. Die Studie beschreibt notwendige Veränderungen und Anpassungsleistungen, plakativ und auffordernd. Die soziale Seite dieser Veränderungen ist allerdings kein Thema.

Die einzelnen, schön illustrierten Kapitel bieten verschiedene Perspektiven zum Weiterdenken und -handeln an:
- Perspektive: Potenzial statt Kafka
- Räume: Tätigkeiten statt Strukturen
- Arbeitsteilung: Marktplätze statt Organigramme
- Positionierung: Stories statt Produkte
- Führung: Signale statt Kommandos
- HR: Allianzen statt Prozesse
- Gesellschaft: Potenzialwirtschaft statt Vollbeschäftigung

Zum “Re-Design der Wirtschaft” gehört selbstverständlich auch ein Re-Design der Weiterbildung: “Unser Bildungssystem nimmt zu wenig Bezug auf eine Arbeitswelt, die von Maschinen und digitalen Hilfsmitteln geprägt ist und unsere Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und Initiative besonders gefragt sind. … die didaktischen und pädagogischen Konzepte der Weiterbildung sind heute noch zu wenig potenzialorientiert. Sie sind gemäss eigener Erfahrung zu lehrerzentriert, präsenzorientiert und wissensfokussiert. Dabei verpasst man es die von den Lernenden gemeinsam verbrachte Zeit für das Vernetzen und Diskutieren zu nutzen.”
Dr. Joël Luc Cachelin’s Wissensfabrik, März 2017

5 Factors driving Modern Workplace Learning

Die Faktoren, die es aus Sicht von Jane Hart notwendig machen, über Aufgaben und Rolle von Learning & Development nachzudenken, sind: “digitization”, “changing learning habits”, “multi-generational workforce”, “exponential information growth” und “the emerging Gig Economy”. Für L&D bedeutet das: “providing modern training, … supporting manager-led learning … and empowering employee-led learning”. Aber noch besser fasst es das Schaubild zusammen.
Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 6. Februar 2017

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IT oder L&D als Motor für die schnell lernende Organisation?

Karlheinz Pape hat mit großem Interesse einen Artikel über den neuen CIO von Adidas gelesen (”Adidas will schnellstlernende IT-Organisation schaffen”) und fragt, ob die Ziele, Visionen und Konzepte, die der Adidas-CIO hier vorstellt, sich nicht jede Bildungsorganisation auf die Fahnen schreiben müsste. Das fängt natürlich mit dem Anspruch an, “schnellstlernende Organisation im Unternehmen/ in der Branche” zu sein. Und es muss sich im Alltag, in neuen Lernformen, neuen Arbeitsformen und Methoden fortsetzen. Karlheinz Pape leistet hier erste Übersetzungshilfen.
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community, 9. Februar 2017

CLOs, Move From Conduit to Curator

Der kurze, programmatische Artikel folgt der Richtung des Magazins und adressiert seine Botschaft direkt an Chief Learning Officers. Sie lautet zusammengefasst: Wenn CLOs die unterschiedlichen Generationen am Arbeitsplatz mit einer “sustainable and collaborative culture of learning” ansprechen wollen, müssen sie drei Strategien im Blick haben:

- “Personalize employee learning experiences …
- “Enable the (l)earning curve - encourage learners …
- “Crowdsource employee knowledge …”

Greg Pryor, Chief Learning Officer, 8. Februar 2017