Open Educational Resources: Global Report 2017

Der Herausgeber, „Commonwealth of Learning (COL)“, nennt den Report gleich einen „milestone in the history of the OER movement“. Der Deutsche Bildungsserver schreibt etwas nüchterner:

„Der „Open Educational Resources: Global Report 2017″ ist eine Publikation des Commonwealth of Learning (COL) und gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Entwicklungen zu OER weltweit. Der Report wurde während des 2nd World OER Congress am 18.09.2017 veröffentlicht und ist das Ergebnis von zwei weltweiten Surveys und sechs regionalen Konsultationen, die durch den COL in Zusammenarbeit mit der UNESCO, der slowenischen Regierung und mit Unterstützung der Hewlett Foundation organisiert wurden. Der Report steht in englischer Sprache frei im Internet zur Verfügung. (PDF-Dokument, 92 Seiten, 2017)“

Neben den Untersuchungsergebnissen enthält der Report auch nützliche Hinweise zur Definition von OER sowie einzelnen Etappen der OER-Bewegung.
Commonwealth of Learning (COL), September 2017

Bildquelle: Ljubljana, Tagungsort des 2. World Open Educational Resources (OER) Congress;
Tiia Monto (Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

„Es steckt noch viel Potenzial für Open Access in der Bildungsforschung“

Im Interview weist Christoph Schindler, Leiter des Arbeitsbereichs Literatur- und Informationssysteme im Informationszentrum Bildung des DIPF, darauf hin, dass Literatur nicht nur offen und frei verfügbar, sondern auch auffindbar sein sollte. Das wird gerne vernachlässigt.
Christine Schumann, Interview mit Christoph Schindler, BildungsserverBlog, 7. April 2017

Open Badges for Open Education

Open Badges, so Ilona Buchem (Beuth Hochschule für Technik Berlin), stehen in der Diskussion um Open Education häufig im Hintergrund. Die Aufmerksamkeit gehört vor allem offenen Lehr-/ Lernmaterialien (Open Educational Resources/ OER) und offenen Online-Kursen (Massive Open Online Courses/ MOOCs). Deshalb hat sie auf der Open Education Global Conference 2017, die gerade in Kapstadt stattgefunden hat, noch einmal für Open Badges geworben.

Ihr Foliensatz gibt einen guten und aktuellen Überblick. Er reicht von der Definition (”Open Badges = visual representations of a skill or achievement”) über ihre Funktionsweise (Metadaten, Infrastruktur, Typen, Taxonomie) bis zu konkreten Einsatzszenarien und Beispielen. Für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Ilona Buchem, Mediendidaktik 2.0, 14. März 2017

CPT+10. Zehn Jahre nach der Cape Town Open Education Declaration

Die Cape Town Open Education Declaration ist ja so etwas wie ein Meilenstein in der OER-Bewegung. Damals habe ich vor allem die prominenten Unterzeichner wie Jimmy Wales, Peter Gabriel und Lawrence Lessig wahrgenommen. Umso schöner ist es, die Initiatoren aus dem September 2007 einmal zu sehen und zu hören, wie alles damals zustande gekommen ist und was sie heute in einer Neuauflage der Declaration hinzufügen würden (nämlich learning analytics, copyright und Brücken zu anderen Communities).
Jöran Muuß-Merholz, Informationsstelle OER, 9. März 2017

Bildung für alle. Teilen und Tauschen

Die Öffnung der Hochschulen als gesellschaftspolitisches Ziel, Open Educational Resources (OER) als Instrument, eine neue akademische Kultur, das erhoffte Umdenken der Hochschullehrenden und die Hamburg Open Online University (HOOU) als Leuchtturmprojekt. Das versucht, der Artikel zu verbinden.

“Eine neue Online-Uni versucht sich an einer Vision: Lehrstoff vom Professor, so frei zugänglich wie das Wissen auf Wikipedia. Auch wenn offene Bildungsmaterialien für viele Dozenten noch Neuland sind, ist eine Gemeinschaftsplattform schon im Werden.”
Christine Prußky, Süddeutsche Zeitung, 29. Januar 2017

OER-Projekte im Porträt – Folge 0: das Förderprogramm OERinfo

Das Thema Offene Bildungsmaterialien bzw. Open Educational Resources (OER) nimmt 2017 noch einmal richtig Fahrt auf. Denn das BMBF hatte sich ja 2016 entschieden, nicht nur einzelne Projekte zu fördern, sondern auch eine Informationsstelle einzurichten, die die laufenden Aktivitäten zusammenhält und über sie berichtet. Das hat zumindest in meinem Newsstream schon deutliche Spuren hinterlassen. In diesem Interview führen Gabriele Hausdorf (BMBF) und Caroline Surmann (DLR) noch einmal aus, warum und wie sich der Bund auf diesem Feld engagiert.
Team OERinfo für OERinfo - Informationsstelle OER, 26. Januar 2017

Chancen zur OER-Nutzung in der Erwachsenen- und Weiterbildung für #OERinfo ermitteln

Warum sollten Trainer, die im Wettbewerb zueinander stehen, ihre Materialien teilen? Weil es um Bildung geht? Natürlich kann jeder Trainer für sich ausloten, ob ihm OER einen Wettbewerbsvorteil bringt. Aber das ändert die Motivlage nicht. Im Interview, in dem es vor allem um die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) und der Informationsstelle OER geht, schränkt deshalb auch Peter Brandt ein: “Gerade freiberufliche Trainer, für die Weiterbildung der Haupterwerb ist, müssen noch sehr davon überzeugt werden, ihre Materialien zu teilen.”
Informationsstelle OER, Interview mit Peter Brandt, 7. Dezember 2016

Open Education – die ewig Unvollendete

Openness lautet das Schwerpunktthema der zweiten Ausgabe von Synergie, dem “Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre” aus Hamburg. Den Aufschlag macht Markus Deimann (Fachhochschule Lübeck), der sich launig-philosophisch-kritisch dem Stand der OER-/ Open Education-Bewegung annimmt. Er möchte zur Reflexion einladen, Spannungen aufzeigen, bricht aber, gerade warmgelaufen, etwas unvermittelt ab. “Mit diesen heterogenen Verwendungsweisen wird deutlich, dass nicht von der offenen Bildung bzw. Open Education als Ganzes gesprochen werden kann, sondern dass es sich eher um ausgehandelte Manifestationen auf Grundlage bestimmter sozio-technologischer und politischer Kräfteverhältnisse handelt.” (S.17)

Weitere Autoren/ Autorinnen zum Thema Openness sind u.a. Thomas Köhler, Michael Kerres, Olaf Zawacki-Richter und Ulf-Daniel Ehlers. Den zweiten Schwerpunkt der Ausgabe bildet (natürlich) die Hamburg Open Online University (”HOOU goes on!”, Kerstin Mayrberger) mit kurzen Porträts von 20 HOOU-Projekten. Insgesamt ist das Magazin wieder wunderbar gestaltet und lädt ein, einzelne Artikel auch im Blog zu kommentieren bzw. zu diskutieren.
Markus Deimann, Synergie - Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre, 02/2016, S. 14-19 (pdf)