Personal Learning vs Personalized Learning: What Needs to Happen

Stephen Downes beschreibt, was „Personal Learning“ aus seiner Sicht bedeutet: Choice, Ownership und Community. In seinen Worten: „This special briefing explores personal learning as the future of learning, explores why it’s important, the tools which enable personal learning and the significant potential of personal learning as a key to life-long learning and the skills agenda.“ Entsprechende Selbstlern- und Selbstorganisationskompetenzen vorausgesetzt.
Stephen Downes, SlideShare, 17. Oktober 2018

Bildquelle: Victoria Kure-Wu (Unsplash)

„Neue Jobprofile wird es längst geben, bevor sie einen Namen haben“

Bei Andrea Back denke ich immer gerne an unseren gemeinsamen Blog Carnival „Wissenswert“ zurück (vielleicht sollte ich dieses Format einmal wiederbeleben!?). In diesem Interview nimmt sie einige Stichworte auf, die ihr Daniel Stoller-Schai mit Blick auf die nächste „Learning Innovation Conference“ in Zürich (2./ 3. April 2019) zuruft. Hier ein kurzer Auszug:

Dr. Daniel Stoller-Schai: Welche Form des Lernens müssen Unternehmen anbieten, damit sie wettbewerbsfähig und für Arbeitnehmende attraktiv bleiben?

Prof. Dr. Andrea Back: Die Lernmöglichkeiten spielen sicher eine zunehmende Rolle bei der Entscheidung, für wen man arbeiten möchte und was. Die Aufgabe selbst, die man ausübt, ist das ergiebigste Lernangebot, d.h. die Arbeit braucht auch etwas Herausforderndes. Formen des Lernens sollten zur jeweiligen Arbeits- und Lebenssituation sowie persönlichen Motivation passen, Fokussierung (im Sinne des Buchs «Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World) erlauben sowie wirksam und d.h. auch wertvoll für die persönliche bzw. berufliche Entwicklung sein. Es braucht bei Lernangeboten kein digitales Chi-Chi um attraktiv zu sein, aber Mittel und Methoden von vorgestern, die persönliche Zeit und Energie «verschwenden», das geht nicht mehr.“
LEARNING INNOVATION Conference, Business News 2019, 11. Oktober 2018

 

„Auch im Internet wird Wissen monopolisiert“

Die Pionierphase der Digitalisierung an den Hochschulen ist abgeschlossen. Jetzt, so Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen), geht es ums Grundsätzliche, um die Zukunft der Hochschulen und ihre Aufgaben in der digitalisierten Gesellschaft. Zum Grundsätzlichen gehört auch, sich von der Annahme zu verabschieden, dass ein netzgestütztes Angebot von Lernressourcen zu mehr Bildungsgerechtigkeit führt. „… das lebenslange Lernen braucht eben Voraussetzungen.“

Anlass dieses Interviews war die Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) und des Netzwerkes E-Learning NRW, die am 12.-14. September 2018 in Duisburg-Essen stattfand. Und ich nutze die Gelegenheit gleich, um auf den Jahresband der Tagung hinzuweisen („Digitalisierung und Hochschulentwicklung“, Waxmann, 294 S.), der offen im Netz abrufbar ist. Auf einzelne Beiträge dieses Bandes werde ich in den nächsten Tagen noch eingehen. So zumindest der Plan.
Jörg Biesler, Gespräch mit Michael Kerres, Deutschlandfunk, 12. September 2018

Nach „Aus“ kommt „Weiter“

„Wir Deutschen rühmen uns für unser System beruflicher Bildung. Wenn wir es retten wollen, müssen wir endlich ernst machen mit dem Schlagwort vom „lebenslangen Lernen“.

Ein kurzer, dringlicher Appell von Jan-Martin Wiarda, gerichtet vor allem an Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Vor Jahren hatte Jay Cross einmal vom „Spending/ Outcomes Paradox“ gesprochen: Die betriebliche Weiterbildung steckt 80 Prozent ihrer Ressourcen in formale Bildung und nur 20 Prozent in die Unterstützung des informellen Lernens, wo aber 80 Prozent aller Lernaktivitäten stattfinden („Informal Learning: Rediscovering the Natural Pathways That Inspire Innovation and Performance“, 2006). Jetzt zitiert Jan-Martin Wiarda den Ökonomen Thomas Straubhaar, der kürzlich auf ein vergleichbares Paradoxon hinwies: „Gut 90 Prozent aller Bildungsausgaben würden in die ersten 25 Lebensjahre gesteckt, bleiben weniger als zehn Prozent für die übrigen sechs Jahrzehnte Lebenserwartung, und das schon inklusive der betrieblichen Weiterbildung.“
Jan-Martin Wiarda, Blog, 30. Juli 2018

Bildquelle: Jan-Martin Wiarda (Blog)

Wandel in der Arbeitswelt: Lebenslang lernen – aber wie?

Der Artikel versucht, den Begriff des „lebenslangen Lernens“ mit vielen kurzen Erfahrungsberichten und O-Tönen mit Leben zu füllen. Zuerst wird der Rahmen gesetzt: Digitalisierung, Automatisierung, neue Technologien, neue Kompetenzen, neue Jobs. Dann gibt es den Blick hinter die Kulissen eines Beratungscenters für lebenslanges Lernen. Diese sind noch in der Pilotphase, gehören zur Arbeitsagentur und bieten Hilfe bei der Neuorientierung. Die weiteren Stichworte des Beitrags liefern unter anderem Vertreter*innen der Arbeitgeberverbände, der Gewerkschaften, das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), die Vodafone Stiftung, das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE). Es geht um Orientierung, Lernkultur und Selbstverantwortung.
Christina Küfner, Deutschlandfunk Kultur, 5. Juni 2018

Bildquelle: geralt (pixabay, CC0)

Wandel in der Arbeitswelt: Lebenslang lernen – aber wie?

Der Artikel versucht, den Begriff des „lebenslangen Lernens“ mit vielen kurzen Erfahrungsberichten und O-Tönen mit Leben zu füllen. Zuerst wird der Rahmen gesetzt: Digitalisierung, Automatisierung, neue Technologien, neue Kompetenzen, neue Jobs. Dann gibt es den Blick hinter die Kulissen eines Beratungscenters für lebenslanges Lernen. Diese sind noch in der Pilotphase, gehören zur Arbeitsagentur und bieten Hilfe bei der Neuorientierung. Die weiteren Stichworte des Beitrags liefern unter anderem Vertreter*innen der Arbeitgeberverbände, der Gewerkschaften, das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), die Vodafone Stiftung, das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE). Es geht um Orientierung, Lernkultur und Selbstverantwortung.
Christina Küfner, Deutschlandfunk Kultur, 5. Juni 2018

Bildquelle: geralt (pixabay, CC0)

Internet Trends Report 2018

Das jährliche Internet-Kompendium von Mary Meeker ist erschienen. Dieses Mal sind es 294 Seiten, wieder voll mit Daten, Schaubildern und Trends. Sie betreffen die Nutzung des Netzes, Märkte, E-Commerce, Werbung, Technologien und immer wieder China. Es gibt dann auch ein Kapitel, „Economic Growth Drivers“, das mit fünf Slides zum Stichwort „Lifelong Learning“ gefüllt ist und mit einigen Zahlen, die die wachsende Bedeutung dieses Bereichs unterstreichen. Donald Clark hat auch schon versucht, aus den Daten etwas mitzunehmen („20 important takeaways for learning world from Mary Meeker’s brilliant tech trends“). Fürs Protokoll.
Mary Meeker, KPCB, Slideshare, 30. Mai 2018

DIE Forum Weiterbildung 2017: Erwachsenenbildung und Öffentlichkeit

Noch auf der Rückfahrt vom diesjährigen DIE Forum bin ich in die Buchhandlung im Frankfurter Hauptbahnhof und habe mir ein dünnes Reclam-Heftchen, Marie-Luisa Fricks „Zivilisiert streiten“, gekauft. Das war nämlich die Leseempfehlung, mit der einige Stunden zuvor ein „Philosophisches Café“ den Tag in Siegburg abschloss. Überhaupt war es ein kurzweiliger Tag, zu dem auch die Keynote von Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung) und vier Arbeitsgruppen beitrugen. In einer davon, der Arbeitsgruppe II, haben wir intensiv das Thema „Digitale Öffentlichkeit und Herausforderungen der Erwachsenenbildung“ diskutiert. Mit mir saßen Tine Nowak (Universität Köln) und Caja Thimm (Universität Bonn) auf dem Podium. Weitere Impressionen vom Tag via Storify.

Leitfaden E-Learning: Digitale Lern­angebote kennen und nutzen

Das ist natürlich wirklich eine Herausforderung: in Zeiten, in denen die Grenzen zwischen online und offline verschwimmen und in denen sich Hunderte von Tools und Formaten im Netz tummeln, noch „E-Learning“ zu erklären. Aber es ist den Machern dieses Leitfadens ganz gut gelungen.

Es gibt einen kurzen Einstieg, der die neuen Chancen betont, die die Digitalisierung bzw. E-Learning für das lebenslange Lernen bieten. Dann werden sechs Formen des E-Learning vorgestellt: Lernsoftware (Webbased Training), Onlinekurse („Im Inter- oder Intranet“), MOOCs („Wie an der Uni“), Videotraining („In kleinen Häppchen“), Apps („Lernen unterwegs“) und Blended Learnig („Mit Präsenzphasen“). Dann folgt noch ein Kapitel zum informellen Lernen und den Möglichkeiten, sich selbst mithilfe von Online-Videos, Blogs, Wikis und sozialen Netzwerken schlau zu machen. That’s it. Drumherum noch einige kurze Tipps und Aufzählungen.
Stiftung Warentest, 30. November 2017

Berufstätige sehen sich nicht für digitale Arbeitswelt gerüstet

Es geht um unsere digitalen Kompetenzen und das lebenslange Lernen. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat eine repräsentative Umfrage durchführen lassen, um etwas über den Stand der Dinge zu erfahren. Die wichtigsten Ergebnisse, die ich mir aus Presseinformation und Foliensatz herausgesucht habe:

  • „Drei Viertel sehen Digitalkompetenz als neue Kernkompetenz“
  • „Die meisten Berufstätigen sehen sich nicht optimal für die digitale Arbeitswelt gewappnet“
  • „Sieben von zehn haben im Job keine Zeit für Weiterbildungen“

Ich überspringe an dieser Stelle einmal die weiteren Details. Denn Umfragen dieser Art sollen und wollen nicht klären, was genau unter digitalen Kompetenzen zu verstehen ist und wo ihre Vermittlung oder Entwicklung anfängt. Es sind vor allem Appelle …

„Der Bitkom fordert eine Initiative von Politik und Wirtschaft, um lebenslanges und informelles Lernen zu stärken. In der beruflichen Weiterbildung sollten die Angebote kontinuierlich verbessert und an die sich wandelnden Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. Für Weiterbildungsangebote zu digitalen Kompetenzen sollten staatliche Programme aufgelegt werden. Die Vermittlung von Digitalkompetenz muss zudem über die gesamte Bildungskette hinweg in den Vordergrund rücken. Um die Bereitschaft zu Weiterbildungen zu erhöhen, sollten für Unternehmen und Erwerbstätige gezielt Anreize geschaffen werden, etwa durch Steuererleichterungen. Neben der Politik seien auch die Unternehmen gefordert, …“

Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 17. November 2017