In der Zukunft

Wenn ich von Unternehmen höre, die Online-Kurse auf dem Markt einkaufen wollen, um ihr digitales Bildungsangebot zu erweitern, dann fällt regelmäßig auch das Stichwort „ZEIT Akademie“. Also nutze ich die Gelegenheit, auf eine offenes Video der Akademie zu verlinken, das mit dem Hashtag #LebenslangesLernen versehen ist. Die zentralen Stichworte des kurzen Teasers (2:42 Min.) lauten mobiles, modularisiertes und personalisiertes Lernen (Ralph Müller-Eiselt) und Working Out Loud (Sabine Kluge). Etwas scollen …
ZEIT Akademie

Communities können sehr viel, wenn man sie lässt

Die Fakten aus diesem Interview mit Achim Brueck, Coordinator Corporate Community Management bei Daimler: Seit 2012 pflegt man hier Community Management. Heute kann man auf 200 zertifizierte Community ManagerInnen zurückgreifen. Das Social Intranet des Konzerns verzeichnet über 210.000 aktive Nutzer und 17.000 Communities. Der Erfolg des Social Intranets, so Achim Brueck, baut neben dem Community Management auf dem Multiplikatoren-Netzwerk „netWork“, auf Working Out Loud und auf einem breiten Spektrum an Trainingsangeboten auf. Weitere Details im Interview. 

„Communities können sehr viel, wenn man sie lässt. … Communities stehen für Selbstorganisation gemeinsam mit anderen. Sich selbst zu helfen und seinen Zweck mit ein paar Klicks und ohne formales Trara selbst zu verfolgen, ist in Konzernstrukturen nicht immer selbstverständlich.“
David Wagner, Interview mit Achim Brueck, MUUUH!, 30. April 2020

Corporate Learning goes digital – Was gibt es für Trends und wie können diese umgesetzt werden?

Die letzte berufliche Reise in diesem Jahr führte mich nach Leipzig. Peter Wald (HTWK Leipzig) hatte mich charmant auf das Christmas Special zum HR Innovation Day gelockt. Ich durfte dort einen Workshop füllen, bin aber in der knappen Stunde weder dem Titel meiner Session noch meiner eigenen Regie gerecht geworden. Meine Idee, eine kurze Diskussion in Padlet festzuhalten, habe ich so auf eine nächste Gelegenheit im neuen Jahr verschieben müssen. Ich hoffe aber, die Teilnehmenden konnten trotzdem etwas mitnehmen. Und wer noch ein paar Eindrücke aus Leipzig auffangen will, der findet auf wakelet (noch ein ToDo fürs nächste Jahr …) eine kuratierte Tweet-Übersicht.
Jochen Robes, Slideshare, 17. Dezember 2019

WOLC19 Working Out Loud Camp 2019 – Rückblick

Die deutschsprachige Working Out Loud-Community hat (sich) diese Woche in Berlin gefeiert. Das dritte Working Out Loud-Camp, John Stepper, WOL Masterclasses, BarCamp-Sessions und vieles mehr. Wunderbar in Wort und Bild protokolliert von Harald Schirmer. Wer schon etwas tiefer in das Thema eingetaucht ist, mag sich in dem Zusammenhang vielleicht auch gleich den Podcast mit Simon Dückert und Sabine Kluge anhören, die eine Gelegenheit genutzt haben, um WOL und learnOS etwas zu sortieren. Harmonisch, aber noch nicht abgeschlossen … 
Harald Schirmer, Blog, 21. November 2019

Bildquelle: https://transformation-maker.space/event/working-out-loud-camp-2019

Working Out Loud? LernOS? Warum ich als Learning Expert das Original präferiere

Es gibt Working Out Loud (WOL), das von John Stepper entwickelte Programm, um jene Haltung einzuüben, die mit einem offenen und vernetzten Arbeiten einhergeht. Und es gibt lernOS, ein von Simon Dückert initiiertes „Betriebssystem für Lebenslanges Lernen und Lernende Organisationen“. Beide Programme bzw. Systeme haben miteinander zu tun, teilen die gleichen Ziele, bauen aufeinander auf. Zuerst gab es WOL, dann kam lernOS. WOL hat, gerade in Deutschland, eine große, wachsende Anhängerschaft und wird inzwischen auch in vielen Unternehmen und Organisationen eingesetzt. lernOS gewinnt gerade an Popularität und spricht vor allem die an, die Alternativen zu WOL suchen.

Sabine Kluge hat jetzt versucht, das „Nebeneinander“ dieser sehr ähnlichen Instrumente zu beschreiben. Und mit einer bzw. ihrer Wertung versehen. Simon Dückert hat daraufhin seine Sicht der Dinge geschildert.
Sabine Kluge, LinkedIn/ Pulse, 25. Oktober 2019

Bildquelle: Buecherwurm_65 (Needpix.com)

Your choice: Evolution or Revolution

Täglich neue Technologien und Tools: Routine oder Problem, Evolution oder Revolution, fragt Harald Schirmer, Manager Digital Transformation and Change bei Continental? Und wirbt im Folgenden dafür, Lernen zur täglichen Routine werden zu lassen. Dabei spielt er ein bisschen mit Zahlen, hinterfragt wohlbekannte Ausflüchte („… it makes sense, but we do not have time for that“), zählt die bunte Vielfalt an Lernmöglichkeiten auf, um schließlich mit drei Empfehlungen („How to start?“) zu schließen: Social Networking, Working Out Loud, Twitter. Kurzweilig.
Harald Schirmer, Blog, 28. September 2019

Bildquelle: Pixelkult (pixabay)

1. Lern Rock Camp 2019 in München 25.06.2019 (das Camp zu lernOS)

Einiges steht schon im Titel. Daniel Stoller-Schai war jedenfalls auf dem lernOS Rockstars Camp in München und hat seine Eindrücke (und Fotos!) gleich verarbeitet. Es beginnt mit einer kurzen Beschreibung von lernOS („… ein Betriebssystem für Lebenslanges Lernen und Lernende Organisationen“). Dann hat er in Wort und Bild noch einmal das Programm des Tages zusammengefasst: Impulsreferate, BarCamp-Sessions und Assemblies. Nicht zu vergessen den Dank an Simon Dückert, den Spiritus Rector hinter Betriebssystem und Camp. Dazwischen sein Fazit, aus dem ich zwei Punkte herausgreife:

„1. Solche Anlässe tragen dazu bei, dass das Netzwerk im DACH-Raum, welches aus Menschen besteht, die bereit, sich und ihre Organisationen zu verändern, wächst. Die Gespräche vor, während und nach den Programmteilen bildeten darum einen wesentlichen Bestandteil dieses 1. lernOS RockStars Camp.

3. Es ist nicht einfach in der Vielzahl der Methoden den Überblick nicht zu verlieren (vgl. z.B. den Artikel „Souveränität im Methodenwahn“ von Sabine Dietrich in „ManagementSeminar“, Juli 2019, S. 70-76 sowie ihr Buch dazu). lernOS ist ein fundierter Ansatz – es gibt daneben aber noch viele andere Modelle und Methoden. Es kann dazu führen, dass ein ständiger Modell- und Methodenwechsel dazu führt, dass eine Organisation nicht wirklich oder nur ansatzweise verändert wird und verleitet werden kann, wieder in altbekannte Muster und Handlungsweisen zu verfallen.“
Daniel Stoller-Schai, LinkedIn/ Pulse, 26. Juni 2019

Wie Arbeit wieder laut wird: #WOL

Ein schönes Porträt von Katharina Krentz, die als Expertin für digitale Zusammenarbeit bei Bosch für „Working Out Loud“ (WOL) wirbt und damit in den letzten Jahren über das Unternehmen hinaus eine inspirierende Quelle geworden ist. Bei Bosch, so heißt es im Artikel, umfasst die WOL-Community heute 600 Circles mit 4.500 Mitgliedern in 50 Ländern. Und Katharina Krentz probiert auch Circles, die sich aus Mitarbeitern verschiedener Unternehmen zusammensetzen.
Mareike Knoke, MERTON – Onlinemagazin des Stifterverbandes, 28. Mai 2019

New video: “What is Working Out Loud?“

John Stepper schreibt: „It’s less than four minutes long, and is part of four hours of video content in a WOL library I’m piloting with several companies. There are subtitles in German, with more languages coming soon.“ WOL als Haltung, die Grundprinzipien und die Circles als Startpunkte.
John Stepper, Working Out Loud, 19. Februar 2019

Bildquelle: www.workingoutloud.com

How to Help Your Employees Learn from Each Other

Es ist schon fast amüsant: Ein Plädoyer für Peer-to-Peer-Learning, ohne dass der Begriff „Working Out Loud“ einmal fällt! Ansonsten stimmt alles: das informelle, hierarchiefreie Lernen, die Chancen eines offenen Austauschs und des kollegialen Feedbacks: „… peer-to-peer learning creates a space where the learner can feel safe taking these risks“. Und die Expertise für Peer-to-Peer-Learning ist in Unternehmen und Organisationen natürlich vorhanden.

Die Autoren werben für ein Peer-to-Peer-Learning als Programm, das sie jedoch mit keiner festen Struktur verbinden, aber mit Empfehlungen flankieren („Appoint a facilitator“, „Build a safe environment“, „Focus on real-world situations“, „Encourage networking“). Wie gesagt …
Kelly Palmer und David Blake, Harvard Business Review, 8. November 2018

Bildquelle: mohamed_hassan (pixabay, CC0)