The Seven Ages of Information & Knowledge Management

Schon 2004 hat David Skyrme zurückgeblickt und fünf Phasen in der Entwicklung der Disziplin “Knowledge Management” ausgemacht. Vor einiger Zeit hat er diese Chronologie aktualisiert und zwei weitere Phasen hinzugefügt: “Era 6: Social and Emotional IKM” und “Era 7: Big Data and Analytics”. Im vorliegenden Artikel stellt er diese Phasen vor und ergänzt sie um ein “7 Ages Maturity Model”. Abschließend hält er fest:

“From the early days of KM I have maintained that knowledge management and the learning organization are two sides of the same coin. As you apply KM you learn new knowledge, and as you learn your knowledge assets increase.”
Ach ja, und die letzte Referenz gilt Douglas Adams …
David J Skyrme, 2013  (via David Gurteen)

Top 10 Wissensmanagement-Themen

Simon Dückert, einer der umtriebigsten Wissens-Netzwerker hierzulande, hatte vor einigen Tagen eingeladen, eine Themenliste zu priorisieren. 120 Experten (auch ich) haben sich der kurzen Übung unterzogen. Ich denke, die komplette Liste ist genauso interessant wie das abschließende Ranking. Die Spitzenreiter für 2015:
1. Corporate Learning (61,7 % Zustimmung)
2. Wissensorientierte Führung (55,0 % Zustimmung)
3. Prozessorientiertes Wissensmanagement (52,5 % Zustimmung)
4. Arbeitsplatz der Zukunft (50,8 % Zustimmung)
5. Community Management (47,5 % Zustimmung)
Cogneon, Newsletter, 18. Februar 2015

Transferring Expertise: The Best Way to Move Tacit Knowledge

Der Einstieg: “One of the really tough nuts to crack in KM has been how to transfer the knowledge of experts to those less skilled.” Es gibt verschiedene Szenarien, in denen diese Frage regelmäßig auftaucht: wenn neue Mitarbeiter ein Unternehmen betreten; wenn erfahrene Mitarbeiter das Unternehmen verlassen; wenn Unternehmen das Wissen ihrer Experten organisationsweit zugänglich machen wollen. Beim Versuch, den letzten Fall technisch zu lösen, sind ja viele Wissensmanagement-Projekte gescheitert. Nancy Dixon plädiert deshalb für einen Prozess, den sie “See, Do, Teach” nennt: Ein Lerner begleitet einen Experten im Hintergrund (See), dann begleitet der Experte den Lerner (Do), und dann betritt der nächste Lerner die Bühne (Teach). Das Modell ist charmant, weil es nicht auf die sterile Vermittlung von Wissen, sondern auf das Sammeln eigener Erfahrungen setzt. Inwieweit es Unternehmen als Prozess (Teach) etablieren können, ist sicher von Fall zu Fall zu prüfen.
Nancy Dixon, conversation matters, 5. Januar 2015

knowledge is personal

… schreibt Harold Jarche, aber Erfahrungen können in Stories verpackt und so geteilt werden. “Stories can help share implicit knowledge.” Hier muss auch Knowledge Management als Profession ansetzen: “KM should be focused on enabling knowledge flow between people. This can be supported through easy capture tools (e.g. video) and systems that enable curation (adding value through indexing, validating, categorizing, etc.). Making it easier for people to tell stories is better KM. Giving space and time to share stories is also needed.”

Anschließend erzählt Harold Jarche noch kurz seine persönliche Story.
Harold Jarche, Blog, 14. Dezember 2014