Approaching E-Learning 3.0

„If you’re reading this, then this course is for you. You’ve demonstrated the main criterion: some degree of interest in the subject matter of the course.“ So kündigt Stephen Downes den Kurs an, der am 18. Oktober beginnt (… ja, ja, noch ein Kurs, ich weiß!) Es wird um „the next generation of learning technology“ gehen und die Stichworte, die er ins Rennen wirft, lauten: Data, Cloud, Graph, Community, Identity, Resources, Recognition, Experience und Agency. Versprochen wird, diese Begriffe aus technischer, didaktischer und philosophischer Perspektive zu betrachten und zu diskutieren.

Jede/r ist eingeladen, dem Kurs zu folgen. Man muss sich nicht einmal anmelden, und deshalb vermeidet Stephen Downes den Begriff „Massive Open Online Course“. Und er kündigt an: „But I will be learning about each of these topics along with everyone else.“ Trotzdem etwas für Fortgeschrittene.
Stephen Downes, Half an Hour, 18. September 2018

Bildquelle: Nick Youngson (Alpha Stock Images, CC BY-SA 3.0)

„Auch im Internet wird Wissen monopolisiert“

Die Pionierphase der Digitalisierung an den Hochschulen ist abgeschlossen. Jetzt, so Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen), geht es ums Grundsätzliche, um die Zukunft der Hochschulen und ihre Aufgaben in der digitalisierten Gesellschaft. Zum Grundsätzlichen gehört auch, sich von der Annahme zu verabschieden, dass ein netzgestütztes Angebot von Lernressourcen zu mehr Bildungsgerechtigkeit führt. „… das lebenslange Lernen braucht eben Voraussetzungen.“

Anlass dieses Interviews war die Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) und des Netzwerkes E-Learning NRW, die am 12.-14. September 2018 in Duisburg-Essen stattfand. Und ich nutze die Gelegenheit gleich, um auf den Jahresband der Tagung hinzuweisen („Digitalisierung und Hochschulentwicklung“, Waxmann, 294 S.), der offen im Netz abrufbar ist. Auf einzelne Beiträge dieses Bandes werde ich in den nächsten Tagen noch eingehen. So zumindest der Plan.
Jörg Biesler, Gespräch mit Michael Kerres, Deutschlandfunk, 12. September 2018

learning e-learning

Auch wenn erst wenige Eckdaten feststehen, gebe ich die Nachricht gerne weiter: e-teaching.org, das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) hatten gefragt, zu welchen E-Learning-Themen sich Interessierte gerne (weiter) qualifizieren möchten. 34 Themenvorschläge wurden eingereicht. Daraus haben die Veranstalter ein Programm mit sechs Kurseinheiten gebastelt. Die (Online-?) Qualifizierung startet am 22. Oktober 2018. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier die Themen der 6 Kurseinheiten:
– Kollaborative Lehrszenarien – Gruppen beim gemeinsamen Lernen unterstützen
– Constructive Alignment – Lehren, Lernen und Prüfen gezielt kombinieren
– Blended Learning in Großgruppen – mehr als Flipped Classroom
– Videos für das Lehren und Lernen konzipieren – Gestaltungskonzepte für unterschiedliche Szenarien
– Studierende aktivieren – Live-Quizze, digitale Spiele & Co.
– Digital Literacy – Informationskompetenz für Studierende und Lehrende

e-teaching.org, 12. September 2018

Was ist Performance Support? Und warum ist es ein Thema?

Performance Support ist ein wiederkehrendes Stichwort, wenn es darum geht, Online-Angebote besser auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen. Im heutigen CL Sprint hat Thomas Jenewein (SAP) den Ball aufgenommen und uns erste Impulse geliefert. Über 40 Teilnehmer hatten sich eingewählt. Seine Slides, die ich gerne hier verlinke, deuten an, was diskutiert wurde: Das war zum Beispiel die Frage, wie man sich konzeptionell dem Thema nähert. Hier bieten sich das 70:20:10-Modell und die „5 Moments of Need“ (Bob Mosher/ Conrad Gottfredson) an. Dann ging es um die einzelne Arbeitsschritte bei der Entwicklung von Performance Support-Lösungen. Eine weiterer Einwurf betraf die Erfolgskontrolle: Was sind sinnvolle Ziele für Performance Support und wann ist es erfolgreich? Eine Teilnehmerin erinnerte an Nick Shackleton-Jones und seinen Appell „It’s time to switch from courses to resources“. Die vorletzte Folie verlinkt eine Fülle weiterer Artikel zum Thema. Und wer noch etwas Zeit in das Thema investieren möchte, kann sich hier die gesamte Aufzeichnung des CL Sprints anhören.
Thomas Jenewein, SlideShare, 14. September 2018

Bildquelle: John Schnobrich (Unsplash)

Entwicklungstendenzen technologiegestützten Lernens

Den relativ offenen Titel habe ich der Messe Zukunft Personal vor einigen Wochen zugerufen, um später noch überlegen zu können, wie ich ihn fülle. Da ich den letzten Vortrag der Veranstaltung hatte, wollte ich den verbliebenen Besuchern etwas Nützliches an die Hand geben und habe mich für einen Überblick über einige wichtige, etablierte Trendberichte und Studien entschieden. Wenn ich in der Aufzählung etwas vergessen haben sollte, bitte einfach ergänzen bzw. kommentieren.
Jochen Robes, Zukunft Personal Europe, 13. September 2018 (via SlideShare)

Bildquelle: Zukunft Personal Europe

Entwicklungstendenzen technologiegestützten Lernens

Den relativ offenen Titel habe ich der Messe Zukunft Personal vor einigen Wochen zugerufen, um später noch überlegen zu können, wie ich ihn fülle. Da ich den letzten Vortrag der Veranstaltung hatte, wollte ich den verbliebenen Besuchern etwas Nützliches an die Hand geben und habe mich für einen Überblick über einige wichtige, etablierte Trendberichte und Studien entschieden. Wenn ich in der Aufzählung etwas vergessen haben sollte, bitte einfach ergänzen bzw. kommentieren.
Jochen Robes, Zukunft Personal Europe, 13. September 2018 (via SlideShare)

Bildquelle: Zukunft Personal Europe

Building a culture of continuous improvement, learning & development at work

Auf dem Laufenden bleiben, neue Dinge ausprobieren, den Horizont erweitern, immer wieder lernen – das ist die magische Formel, um sich auf Veränderungen einzustellen. Doch was bedeutet das für Learning & Development? Denn die Antwort liegt ja nicht in weiteren Kursen und Seminaren. Jane Hart konzentriert sich in diesem Beitrag auf zwei Punkte: zum einen, was Workplace Learning heute bedeutet, wenn man die Bedeutung des kontinuierlichen, informellen und praxisbezogenen Lernens ernst nimmt; und zum anderen, wie Learning & Development hier unterstützen kann:

„For those working in L&D roles, it means shifting from a “command and control” role (that focuses on designing, delivering and managing training – although some of that will still need to take place for compliance and conformance purposes) to an “enable and support” role that focuses on helping everyone continuously improve, learn and develop – in whatever way they prefer and is best for them and their situation.“
Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 11. September 2018

Artificial Intelligence Is Poised to Expand in Higher Education

Der Artikel hat keinen aktuellen Aufhänger, deshalb lege ich ihn einmal unter „Stimmungsbild“ ab. „Artificial Intelligence“, so eine Zwischenüberschrift, „serves faculty as time-saving assistants“. So gibt es bereits AI-Anwendungen, die bei der Beantwortung wiederkehrender Fragen von Studierenden unterstützen oder ihre  Lösungswege in Mathe-Hausaufgaben analysieren. Die abschließende Empfehlung lautet deshalb: „… AI could prove to be a valuable support tool if faculty and curriculum development experts have a voice in its adoption“.
Erika Gimbel, EdTech, 10. September 2018

Bildquelle: Markus Spiske (Unsplash)

Lernziel Kollaboration. Vom Wissenssammler zum Wissensteiler – ein Gespräch mit Sabine Kluge

Ich weiß nicht genau, wie lange dieser Link funktioniert, denn er führt hinter die Bezahlschranke von changeX. Also: Sabine Kluge stellt in diesem Interview noch einmal sehr ausführlich Working Out Loud vor. Eine zentrale Botschaft: „Working Out Loud ist ein Lernprogramm, aber es ist auch eine Arbeitshaltung. … Das Ziel ist, durch das Lernprogramm Working Out Loud zu der Haltung Working Out Loud zu kommen.“ Interessant ist auch, dass Sabine Kluge WOL aus beiden Perspektiven betrachtet: Was habe ich als Mitarbeiter*in, aber was hat auch das Unternehmen davon, dass WOL praktiziert wird. Wer schon Erfahrungen mit WOL gesammelt hat, muss hier nicht stehenbleiben (obwohl die Gedanken im letzten Drittel des Artikels weit über die Methode hinausgehen). Allen anderen ist das Interview zu empfehlen.
Winfried Kretschmer, Interview mit Sabine Kluge, changeX, 7. September 2018

Bildquelle: geralt (pixabay, CC0)

So geht Qualität in der Weiterbildung

Anne Dreyer hat ihre Doktorarbeit über „Qualität im betrieblichen Bildungsmanagement“ geschrieben (hier geht’s zum Download der Arbeit). In diesem Beitrag zeichnet sie nach, was sie zu diesem Thema geführt hat und zu welchen Ergebnissen sie in ihrer Arbeit gelangt ist. Weiterbildung als Managementsystem und -aufgabe zu begreifen, bildet ihre Prämisse und zugleich die Rahmung für die „Qualitätsfrage“. Doch was heißt Qualität in der Weiterbildung? Welche Perspektiven und Interessen gibt es, wenn es um Qualität geht? Was sind Qualitätsmodelle und -kriterien?

Die Beantwortung dieser (und weiterer) Fragen führt sie zu einem Lernnutzenkonzept, das im Beitrag kurz angerissen wird. Entsprechende Qualitätskriterien für die Praktiker sind in der Arbeit aufgeführt. Die ausführliche Summary kommt jedenfalls ohne Begriffe wie Kompetenz, Agilität und Change aus. Das macht neugierig.
Anne Dreyer, Bildungsmanagement.guru, 6. September 2018

Bildquelle: Shannon Kringen (flickr, CC BY-SA 2.0)